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“Silicon Wahnsinn”: die besten Stellen über “Schatzi” Kai Diekmann im neuen Kessler-Buch

Silicon Wahnsinn: Bild-Chef Kai Diekmann alias „Schatzi“ und seine Gattin Katja Kessler
Silicon Wahnsinn: Bild-Chef Kai Diekmann alias "Schatzi" und seine Gattin Katja Kessler

Es ist schon ein Weilchen her, dass Bild-Chef Kai Diekmann, Peter Würtenberger und Martin Sinner von ihrem “digitalen Research Projekt” aus dem Silicon Valley zurück sind. Was bleibt, neben Diekmanns Bart und der neuen Digital-Craziness im Hause Springer, ist das aktuelle Buch von Diekmanns Ehefrau Katja Kessler, die mit vier Kindern und Hausstand ihrem “Schatzi” Kai hinterhergezogen ist. Wir haben die schönsten “Schatzi”-Passagen aus dem Buch herausgesucht.

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“‘Weißt Du was, Schatzi? Wenn schon, denn schon! Eigentlich dürft ihr nicht ins Hotel! Eigentlich müsstet ihr eine Männer-WG aufmachen!’

‘Hey, coole Idee!’ Mein Kerl war spontan begeistert. Wobei er sich auch nicht so ganz im Klaren darüber war, was es bedeutet, im zarten Alter von achtundvierzig Jahren noch mal bei null anzufangen und mit zwei anderen Alphas Tisch, Kühlschrank und Klo zu teilen.” (S. 18)

Hidden Gem gleich zu Beginn des neuesten “Schatzi”-Buchs. Die Idee mit der legendären Palo-Alto-WG der Springer-Jungs stammte von Frau Kessler.

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“Mit Schatzi zusammen zu sein heißt, ohne ihn zu sein. Ich bin Profi-Strohwitwe. Seine Nettoverweildauer in meinem Leben liegt in schlechten Wochen unter der unseres Postboten. Wir führen eine sehr moderne, sehr glückliche, sehr verliebte, sehr leidenschaftliche Ein-Personen-Ehe, in der ich mit mir selbst verheiratet bin und mein Mann mich ab und zu besuchen kommt. Mit dieser Technik schaffen wir auch die Goldene. (S.11f)

Ein Über-Thema von “Silicon Wahnsinn”: zweisam einsam in der Ehe. Während “Schatzi” Kai auf Big Business macht, darf sich die Gattin mit den vier Kindern und dem Expat-Haushalt rumschlagen.

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“Herzlich willkommen bei den drei Zwergen hinter den drei Bergen: dein Tellerchen, dein Bettchen, unser XXL-Grill.
Man hörte förmlich das Dosenbier zischen. Man sah schon die Käsemauken auf dem Couchtisch.”

So beschreibt Frau Kessler die Palo-Alto-Männer-WG.

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“So gaga muss man das erst mal hinkriegen: Ich zog einmal um die Erde, meinem Kerl hinterher, um am Ende Strohwitwe zu werden.” (S.37)

“Der war voll glücklich in seiner Kumpel-WG, den sah ich kaum. Sein neues Leben war sein altes: Er hatte jemanden, der für ihn einkaufen ging, wischte und wusch. Er hatte seine Kumpels, seine Termine, sein Telefon. Eine Frau, die auf ihn wartete in den Time-Slots dazwischen. Und, ganz besonders toll: Er hatte auch eine neue erogene Zone. Sein Handy.” (S.220)

Macho-Man Kai Diekmann und sein Smartphone – eine Beziehung made in Heaven.

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“Da war das Käse-Problem. Das Bett- und Rücken-Problem. Das Klo-Problem.”

Laut Katja Kessler die drei Probleme in der “Kuddel-WG”. Schauen wir uns das mal näher an. Problem Nummer 1, das Käse Problem.

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“Falsches Fach, nämlich das von Martin, dem Veganer. Die Scheiblette war aus Reis. Was so ein Schatzi ist, der gurgelt dann erst mal mit Pril.”

Bild-Chef Kai Diekmann hatte sich da wohl im Kühlfach vergriffen. Statt wie daheim den Kühli mit Fleischwurst und fettigen Scheibletten gefüllt zu bekommen, lauerte in Palo Alto das Käse-Imitat vom Kollegen. Tückisch.

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“Und als der große Meister fertig war mit seinem Zimmerchen, stand da ein bretthartes Futon-Bett zu dem Jennifer-Jen ein paar Raffgardinen dekoriert hatte. Seither denke ich: ‘Komm du mir mal nach Hause.’ Seither höre ich mir das Genörgel an: ‘Ich schlaf so schlecht, mein Rücken tut weh! Bei euch ist es so gemütlich, bei mir ist es so ungemütlich!’” (S.239f)

Das Bett-  und Rückenproblem ist nicht sonderlich spektakulär. Jennifer alias “Jen” ist übrigens die Sekretärin, die sich die drei Alpha-Männchen in Palo Alto angelacht hatten.

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“Vorsichtigen Schätzungen zufolge war das Palo-Alto-Kuddel-Klo seit Einzug schon zehnmal übergelaufen.”

Hierüber hätten wir gerne mehr gelesen. Warum bitte ist das Klo von Kai Diekmann und Kollegen so oft übergelaufen?  Dafür gibt’s leider keine App. Pümpel hilf! 

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“In der Männer-WG konnten sie sich noch nicht mal ein ehrliches Spiegelei braten, weil dann der Rauchmelder anging.” (S.240)

Offenbar war die Springer-WG im Valley kein reines Zuckerschlecken.

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“Außerdem hockt der eh den ganzen Tag in seiner WG. Das geht nur noch so: Inkubator! Akzelerator! Imperator! Ich kann’s schon nicht mehr hören. Er redet wie so jemand mit Antennen auf dem Kopf.” (S.242)

Und das hat sich seither wohl nicht geändert. Auch für nicht Medienfuzzis ist “Silicon Wahnsinn” mal wieder unterhaltsame XXL-Kolumne im bewährten Katja-Kessler-Style. Und wie immer gilt bei solchen Geschichtchen aus dem “wahren Leben”, was Frau Kessler in ihrem Nachwort schreibt:

“Nichts ist erfunden in diesem Buch! Alles ist wahr. Bis auf das bisschen, was nicht wahr ist.”

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Katja Kessler: “Silicon Wahnsinn – Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte”, Verlag Marion von Schröder, 14,99 Euro.

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