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„Sozialethische Desorientierung“: Joko und Klaas verstießen mit Sauf-Show gegen Jugendschutz

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Das Erfolgsrezept von Joko und Klaas ist simpel: Sie machen sich charmant vor der Kamera zum Affen und gehen dabei gerne an ihre eigenen Grenzen. Darüber kann die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmediananstalten (KJM) nicht immer lachen. Sie monierte in den Sendungen der beiden Moderatoren gleich zwei Verstöße gegen den Jugendschutz.

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Vergangenes Jahr war der Schauspieler Matthias Schweighöfer zu Gast in der ProSieben-Show „Circus HalliGalli“ und ‚musste‘ mit den beiden Moderatoren Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt unter der Anleitung von Palina Rojinsky in einem Trinkspiel mehrere Wodka-Shots trinken. Am Ende des Spiels waren die drei ordentlich betrunken. Was bei Heufer-Umlauf, Winterscheidt und dem Publikum für großen Spaß sorgte, kam bei der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesanstalten (KJM) gar nicht gut an. Alkohol sei in der Sendung gezielt als Spaßmacher eingesetzt worden. „Relativierende Momente“, in denen auf mögliche negative Folgen von Alkoholkonsum hingewiesen wird, habe es nicht gegeben. Die KJM weiter: „Die Protagonisten sind aufgrund ihres jugendlichen Auftretens, ihrer Medienpräsenz sowie ihres Erfolges Sympathieträger und bieten Identifikationsmöglichkeiten für Jugendliche. Nach Auffassung der KJM ist die Sendung daher entwicklungsbeeinträchtigend im Hinblick auf eine sozialethische Desorientierung für Jugendliche unter 18 Jahren.“

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Doch nicht nur „Circus HalliGalli“ steht in der Kritik der KJM, auch die ProSieben-Sendung „Joko und Klaas – Das Duell um die Welt“ hat es auf die Schwarze Liste geschafft. Hier kritisiert die KJM vor allem die Folge, in der sich Joko Winterscheidt die Lippen zunähen ließ. Außerdem sei auch die „Bestrafung eines der Protagonisten durch Boxschläge gegen Kopf und mittels Stromschlägen in die Oberarme“ nicht akzeptabel. Hier stellte die KJM eine Entwicklungsbeeinträchtigung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren fest – die Sendung hätte erst ab 22:00 Uhr ausgestrahlt werden dürfen anstatt zur Primetime um 20:15 Uhr. Dabei hatte ProSieben extra vorgesorgt und die Sendung gesplittet: Der heikle Teil wurde extra später gezeigt. Doch nach Auffassung der KJM handelt es trotzdem um eine inhaltlich zusammenhängende Sendung.

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Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die beiden Moderatoren Post von der KJM gerügt werden. Mit einer Strafe müssen die beiden Moderatoren aber offenbar (noch) nicht rechnen.

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