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Peter Scholl-Latour im Alter von 90 Jahren verstorben

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Der Journalist und Buchautor Peter Scholl-Latour ist am Samstag nach schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren in Rhöndorf am Rhein verstorben. Das teilte sein Verlag Propyläen mit. 

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Scholl-Latour wurde 1924 in Bochum geboren und promovierte an der Sorbonne in Paris in den Sciences Politiques, machte sein Diplom an der Libanesischen Universität in Beirut in Arabistik und Islamkunde.

Seitdem war er in vielfältigen Funktionen als Journalist und Publizist tätig, unter anderem als ARD-Korrespondent in Afrika und Indochina, als ARD- und ZDF-Studioleiter in Paris, als Programmdirektor des WDR-Fernsehens, als Chefredakteur und Herausgeber des stern und als Vorstandsmitglied von Gruner + Jahr. Seine TV-Sendungen erreichen höchste Einschaltquoten, seine Bücher haben ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Sachbuchautor gemacht. Zuletzt erschienen bei Propyläen „Die Welt aus den Fugen“und „Der Fluch der bösen Tat“.

„Eine geglückte Mischung aus Marco Polo und Ernest Hemingway“

In Deutschland galt er als einer der wichtigsten Nahost-Experten, der den Krieg der USA und Großbritanniens in Afghanistan scharf kritisierte, und als einer der renommiertesten Journalisten, der während seiner knapp 60-jährigen Karriere unter anderem über die Konflikte in Vietnam und Kambodscha berichtete. Darüber hinaus veröffentlichte Scholl-Latour über 30 Bücher, die sich sich millionenfach verkauften.

In einer Erklärung würdigte der Propyläen-Verlag ihn als „einen der Großen des deutschen Journalismus“ sowie als „einen der großen Reiseschriftsteller unserer Zeit, eine geglückte Mischung aus Marco Polo und Ernest Hemingway“.

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