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„Erratisch“, „Verfall der Sitten“, „mies“, „erstaunlich“: Reaktionen auf das Wichmann-Aus

Gruner + Jahr beruft stern-Chef Dominik Wichmann ab. Vor allem Vorstand Julia Jäkel wird kritisiert.
Gruner + Jahr beruft stern-Chef Dominik Wichmann ab. Vor allem Vorstand Julia Jäkel wird kritisiert.

Gegenwind hatte stern-Chef Dominik Wichmann bereits seit einiger Zeit. Sein Rauswurf bei Gruner + Jahr am gestrigen Donnerstag kam dennoch für viele in der Branche überraschend. Während die wahren Gründe für das Aus nicht vom Verlag kommuniziert werden, füllt sich das Vakuum mit Meinung. Besonders Vorstandschefin Julia Jäkel wird heftig kritisiert.

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Andreas Theyssen hatte seine Emotionen an diesem Tag wohl nicht mehr ganz unter Kontrolle. Der Journalist, selbst ehemaliger Ressortleiter der von G+J eingestampften Financial Times, musste seiner Wut über Vorstandschefin Julia Jäkel Luft machen. Für den Opinion Club schrieb er einen Kommentar, in dem er sich direkt an die erste Frau am Baumwall wendet. Dieser trägt den Titel: „Wirklich Mannhaft, Julia Jäkel„. Theyssen kritisiert in harschen Worten Jäkels Führungsstil.

Stören Sie sich nicht am Genöle irgendwelcher Gutmenschen, die meinen, so könne man nicht mit Mitarbeitern umspringen. Bleiben Sie sich vielmehr treu, Julia Jäkel. Erratisch, undurchschaubar, hinterfotzig – das sind Eigenschaften, die man bislang eher bei den Piechs, Wiedekings oder Großmanns der deutschen Wirtschaft vermutete. Sie aber haben bewiesen, dass eine Frau das auch sein kann. Und das ist mehr wert als jede Frauenquote. – Andreas Theyssen, www.opinion-club.com

Das Ende von Dominik Wichmann beim stern stößt Kritikern vor allem auf, weil er selbst von seiner Abberufung erst durch einen Anruf von MEEDIA erfahren hat.

Unterhalb der Vorstandsetage bei Gruner + Jahr zeigte man sich überrascht und betroffen:

 

 

Das Branchenmagazin Clap schreibt über Wichmann: 

Wichmann, der Loser vom Baumwall? Nö, denn: Er wollte das Ruder rumreißen. (…) Er hat sich auf eine schwierige Mission eingelassen. Auf veränderungsunwillige Redakteure. Auf ein undurchsichtiges Umfeld. Auf ein undurchsichtiges Spiel. Hat seinen Ruf aufs Spiel gesetzt. Er war in der Höhle des Löwen. (…) Um sich herum hatte er mindestens 50 Leute, die meinten, es besser zu können. (…) Hat alles gegeben und seine Handschrift hinterlassen.

 

Wichmann selbst reagierte nicht auf den ganzen Zirkus um seine Person – zumindest nicht offiziell. Auf Facebook aber meldete er sich gegenüber Freunden und Kollegen zu Wort:

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