Ärgernis für Apple: Wie eine Behörde in Thailand das neue iPhone 6 bestätigte

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Sieht so das neue iPhone 6 aus?

Tech Die thailändische Rundfunk- und Telekommunikationskommission NBTC hat Apple die Verkaufsgenehmigung für das neue iPhone 6 erteilt – allerdings für die Weltöffentlichkeit nachvollziehbar via Twitter. Der Kultkonzern aus Cupertino ist aufgebracht - und teilte in einem offiziellen Statement mit, das neue iPhone müsse weder iPhone 6 heißen noch notwendigerweise in Thailand erscheinen.

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Es gibt dieses berühmte Zitat von Tim Cook, Apple würde seine Anstrengungen verstärken, Produktgeheimnisse zu bewahren – gesagt im Mai 2012, wenige Monate nach Übernahme der Amtsgeschäfte als CEO, auf der Digitalkonferenz AllThingsD. Wenn Cook in den knapp drei Jahren als Apple-CEO etwas misslungen ist, dann dieser Anspruch.

Apple im Jahr 2014 ist ein offenes Buch. Wenn Tim Cook, Phil Schiller und Craig Federighi am 9. September im Moscone Center in San Francisco zu einer neuen Pressveranstaltung laden, weiß jeder Medienvertreter haarklein, was ihn erwartet – zwei neue iPhones mit einem 4,7 und 5,5 Zoll-Display.

Thailändische Behörde NBTC billigt iPhone 6-Verkauf

Wer bis heute an den zahlreichen Leaks und gut unterrichteten Quellen von Qualitätsmedien im Vorfeld zweifelte, bekam im Wochenverlauf nun die Bestätigung. Das jedoch von höchst ungewöhnlicher Stelle – nämlich von der thailändischen Rundfunk- und Telekommunikationskommission NBTC.

Was die thailändische Behörde mit Apple zu tun hat? In einigen asiatischen Ländern muss sich Apple für den Vertrieb seiner Smartphone zuvor das staatliche OK geben lassen. Das hat NBTC-Generalsekretär Takorn Tantasith nun via Tweet und damit in aller Weltöffentlichkeit getan: „Das Büro der NBTC ermöglicht den Händlern in Thailand den Verkauf des iPhone 6“, war zu Wochenbeginn zu lesen.

Apple rudert zurück: Weder Launch in Thailand noch Name iPhone 6 sei klar

Für den Kultkonzern aus Cupertino kommt das dreieinhalb Wochen vor der Keynote einem ähnlichen Nackenschlag gleich wie vor vier Jahren der in einer Bar verlorene Prototyp des iPhone 4. Das iPhone 6 ist damit praktisch bestätigt – und zwar in zwei neuen Modellen (A1586 und A1524). Der Doppellaunch eines 4,7 und 5,5 Zoll großen Modells kann damit als ziemlich gesichert gelten.

Apple reagierte auf die Enthüllung entsprechend gereizt und schickte umgehend Vertreter nach Thailand, die die Behörde medienwirksam darauf aufmerksam machten, dass die Existenz von neuen Modellen keinesfalls den Vertrieb des neuen iPhones in Thailand bedeuten würde, noch dass das neue Modell iPhone 6 heißen werde. In anderen Worten: Ein hastiger Versuch, den PR-Schaden, der für für Apple am Ende keiner ist, zu begrenzen.

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