Dementi: Lambert Lensing-Wolff nicht vor Einstieg in Funke-Chefetage

Verleger Lambert Lensing-Wolff: gibt Verantwortung im eigenen Haus ab, dementiert aber einen Wechsel zur Konkurrenz.
Verleger Lambert Lensing-Wolff: gibt Verantwortung im eigenen Haus ab, dementiert aber einen Wechsel zur Konkurrenz.

Publishing Der Mediendienst Newsroom berichtete am Donnerstag, dass Lambert Lensing-Wolff, noch Geschäftsführer des gleichnamigen Medienhauses Lensing, vor dem Wechsel in die Führungsriege des Rivalen Funke stehe. Als Nachfolger von Christian Nienhaus. Lensing dementiert das Gerücht gegenüber MEEDIA - dabei hätte die Personalie durchaus ihren Charme.

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Seitdem Medienmanager Christian Nienhaus aus der Geschäftsführung der Funke Mediengruppe ausgeschieden ist, fehlt in Essen ein dritter Mann. Nienhaus verantwortete vor allem die Tageszeitungen des Verlages, dessen Portfolio erst kürzlich um die ehemaligen Springer-Blätter Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost erweitert worden ist. Lambert Lensing-Wolff, dessen Verlag hauptsächlich Tageszeitungen herausgibt, wäre ein geeigneter Nachfolger. Der 47-Jährige gilt zudem als Sanierer. Es wäre nicht verwunderlich, käme Lensings Führungsstil in Essen gut an.

2007 nahm sich der Dortmunder Verleger seine Münstersche Zeitung vor und setzte kurzerhand die gesamte Lokalredaktion mit 18 Journalisten vor die Tür. Erst vorvergangene Woche teilte das Unternehmen mit, das defizitäre Blatt veräußern zu wollen. Parallel gab er die Schließung zweier Lokalausgaben der Ruhr Nachrichten bekannt.

Die steht mit der Funke Mediengruppe ohnehin schon in einer besonderen Beziehung. Seitdem die Essener die gesamte Belegschaft der Westfälischen Rundschau vor die Tür gesetzt haben, liefert Lensings Blatt lokale Inhalte. In den vergangenen Wochen fielen die Namen Lensing und Funke immer wieder gemeinsam in Pressemitteilungen, die das Aufweichen der Verlagsgrenzen verdeutlicht haben. So wollte Funke eigentlich sieben Lokalausgaben der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) sowie der WR an das Dortmunder Medienhaus abtreten. Doch Lensing zog das Angebot zurück, noch bevor das Bundeskartellamt die Übernahme untersagte.

Medienhaus Lensing dementiert Wechsel

Ganz aus der Luft gegriffen dürfte die Spekulation nicht sein. Schließlich gab Lambert Lensing-Wolff erst Anfang August bekannt, sich zum September aus dem operativen Geschäft seines Verlages zurückzuziehen, um sich seinen herausgeberischen Tätigkeiten zu widmen und verstärkt um “strategische Aufgaben im Unternehmen” wie das “Herausarbeiten von Investitionsmöglichkeiten” sowie die “Entwicklung neuer Geschäftsfelder” zu kümmern. Ihm folgt als Geschäftsführer Christoph Haarmann, der wiederum weiterhin Geschäftsführer des Zeitungsverlags Rubens bleibt. Dort erscheinen der Hellweger Anzeiger sowie die Westfälische Rundschau im Großraum Unna.

Doch Lambert Lensing-Wolff dementiert den von Newsroom.de kolportierten Wechsel nach Essen. Über den Ruhr-Nachrichten-Chefredakteur Hermann Beckfeld teilt das Medienhaus gegenüber MEEDIA mit: „Lambert Lensing-Wolff steht nicht vor einem Einstieg in die Funke-Geschäftsführung. Anderslautende Meldungen entbehren jeder Grundlage.“ Funke wollte sich auf Nachfrage grundsätzlich nicht äußern. das scheint auch besser zu sein: Dementis aus dem Hause Funke haben seit dem Abgang von WAZ-Chef Uli Reitz an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

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