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Wie Sie entspannter im Urlaub arbeiten – und mehr Erholung finden

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Die Deutschen sind Urlaubs-Europameister - keiner entspannt häufiger als wir. Allerdings nehmen viele Menschen ihre Arbeit mit in die Hängematte. Wenn sich das nicht vermeiden lässt: Hier sind einige Tipps, wie Sie entspannter arbeiten können. Und wie Sie in den freien Tagen genug Entspannung finden, um wieder erholt in den Job zu starten.

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Eine gute Übergabe ist wichtig

Nur wenn Ihre Kollegen gut gebrieft sind, können sie Sie auch gut vertreten. Das bedeutet: Eine Übergabe in allerletzter Sekunde ist nicht effektiv. Nehmen Sie sich die Zeit und geben Sie Ihrem Team eine gute Übergabe. Wer kümmert sich während Ihrer Abwesenheit um welchen Part Ihres Jobs? Wer trägt die Verantwortung? Und in welchen Notfällen sind Sie dennoch zu kontaktieren? Haben Sie diese Fragen geklärt, dann klingelt auch seltener im Urlaub das Telefon – und die Mailbox quillt nicht über.

Informieren Sie Kunden

Wenn niemand weiß, dass Sie im Urlaub sind, dann nimmt auch die Belastung nicht ab. Deswegen ist es ratsam, vor dem Urlaub mit wichtigen Kunden zu sprechen und an die Kollegen zu verweisen. Ebenso wichtig: ein passender Out-of-Office-Text als Antwort auf eigehende Mails. So sehen gelungene Beispiele dafür so – so eher misslungene.

Lassen Sie das Notebook im Büro

Tablets sind längst in der Arbeitswelt angekommen. Für alle großen Office-Programme gibt es mittlerweile auch die entsprechende App – etwa für Microsofts Office, Apples iWork oder Evernote. Sparen Sie also Gewicht und Akku und nehmen Sie stattdessen das Tablet mit an den Strand. Damit lässt es sich nicht nur angenehmer nach Tipps für die Sightseeing-Tour suchen, sondern parallel auch Statistiken abrufen, per Skype mit den Kollegen chatten, Mails checken und Termine koordinieren – ohne dass es von der Nachbarsliege heißt: „Schatz, arbeitest Du etwa schon wieder im Urlaub?“ Wer es noch simpler haben will, der lässt sogar das Tablet auf dem Schreibtisch. Schließlich sind mittlerweile ausreichend Phablets im Angebot, die Smartphone-Funktionalitäten auch auf einen großen Screen bringen und damit das Arbeiten angenehmer machen.

Nutzen Sie die Cloud

Durchschnittlich 30.000 E-Mails lesen Manager in Deutschland jedes Jahr – eine Unmenge an Arbeitszeit, die verloren geht. Und auch Urlaubszeit. Das muss in Zeiten der Cloud nicht sein. Dienste wie Dropbox oder Google Drive minimieren Mikro-Mails mit Anhängen, die immer neue Versionen von Projektdateien enthalten, die wiederum beim Empfänger für ein heilloses Datenchaos sorgen.

Unterschiedliches Urlaubsverständnis im Europa-Vergleich

Letztendlich gilt aber: Der Urlaub sollte Ihrer Erholung dienen. Die sieht im europaweiten Vergleich aber sehr unterschiedlich aus. Laut dem Arbeitszeiten-Report gelten die Bundesbürger als die Urlaubsmeister in Europa. Dafür sorgen auch die vielen Feiertage im Europa-Durchschnitt. Standardmäßig 30 Tagen bezahltem Urlaub plus Feiertage stehen etwa 23 Urlaubstage bei den Griechen gegenüber. So machten die Deutschen im Jahr 2013 auch so viel Urlaub wie noch nie zuvor. Im vergangenen Jahr haben 57 Prozent der Befragten eine Reise über fünf Tage oder länger unternommen, vor fünf Jahren waren es nur 50 Prozent.

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Die Mehrheit der deutschen Manager verabschiedet sich –  ähnlich einer Belohnung für getane Arbeit – in den Urlaub, nachdem sie ihre wichtigen Projekte vorher beendet hat (56,3%). Das ist nicht in jedem Land der Fall. 72,6 Prozent (Stand 2012) der französischen Fach- und Führungskräfte gehen mit offenen Projekten in den Urlaub. 

63,6 Prozent der befragten europäischen Manager vermissen ihre Arbeit während des Urlaubs übrigens nicht. Allerdings benötigen die meisten erst einmal ein paar Tage Urlaub, bevor sie vom Beruf loslassen können. In Deutschland sind dies 67,1 Prozent der Befragten. Der Großteil der deutschen Fach- und Führungskräfte (91%) sieht davon ab, das Büro zu kontaktieren, um bei den Mitarbeitern Berichte abzufragen. Auch wollen viele nicht auf dem Laufenden sein, was im Büro generell vor sich geht (65,7%).

Wenn entspannen, dann richtig

Wer viel arbeitet, kennt diese bittersüße Leere in den ersten Tagen des Urlaubs. So viel Zeit! Da verfällt man nur allzu gern in bestehende Muster und checkt seine beruflichen Mails, scannt die Konkurrenz – und ägert sich! Warum läuft das Projekt nicht rund! Das war doch alles schon abgesprochen! Ohne mich läuft da nix! Solche Gedanken kommen weit ab des Arbeitsplatzes nur allzu schnell. Verfahren Sie nach dem alten Sprichtwort “Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß” und gehen Sie offline. Wenn Sie ein Firmenhandy besitzen, umso einfacher. Bei einem teilweise privat genutzten Smartphone, Tablet oder Notebook lohnt es sich, für die Dauer des Urlaubs die Verbindungen zu kappen. Denn nun sind Ihre Kollegen am Ruder. Sie haben sich die Auszeit verdient, und Ihr Arbeitgeber hat ein Interesse daran, dass Sie auch erholt aus dem Urlaub zurückkommen.

Nichts tun – aber davon jede Menge

Im Berufsleben dreht sich alles um Qualität, Effektivität und Produktivität. Und im Urlaub? Da bekommen wir schnell das Gefühl, viel erleben zu müssen. Denn nur ein produktiver Urlaub ist ein guter Urlaub, oder? Falsch! Tatsächlich kamen Studien zu dem Ergebnis, dass Nichtstun im Sommerurlaub weitaus erholsamer und damit besser für Angestellte ist. Aber das ist nur eine Faustregel. Schließlich ist es Ihr Urlaub: Machen Sie, was Sie wollen.


Entspannt zurück in den Arbeitsalltag

Gerade im Sommer kann es vorkommen, dass Sie nicht der einzige Kollege sind, der Urlaub macht. Dementsprechend mehr Arbeit läuft bei den Kollegen auf. Und deswegen ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie schon kurz nach dem Urlaub mit Arbeit erschlagen werden. Manch einer wünscht sich dann, den Urlaub gar nicht erst angetreten zu haben. Doch gehen Sie diese Zeit gelassen an. War die kurze Auszeit mit einer längeren An- oder Abreise verbunden, nehmen Sie sich noch ein paar Tage Zeit, um auch wirklich zu Hause anzukommen.

Im Job gilt: So lange wie die Urlaubszeit ist auch die Eingewöhnungszeit. Lassen Sie sich von Ihren Kollegen entsprechend briefen, damit Sie bei allen Prozessen wieder im Bilde sind. So vermeiden Sie unnötige Doppelarbeiten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Erlebnisse nochmal Revue passieren zu lassen. Das kann ein Essen sein mit Zutaten, die Sie mitgebracht haben. Oder aber ein Bilderabend, bei dem Sie nochmal die schönsten Aufnahmen zeigen. Das kann helfen, das “Urlaubsfeeling” noch ein wenig zu verlängern.

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