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Drei Tage mit dem „körperlosen Mann“: Wired interviewt Edward Snowden

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Die aktuelle Ausgabe der amerikanischen Wired bringt eine große Interview-Reportage mit und über NSA-Whistleblower Edward Snowden. Geschrieben hat das Stück, das auch online zu lesen ist, der NSA-Experte James Bamford. In dem Artikel geht es auch um die Quellen des Spiegel.

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Das Foto, für das Snowden posiert hat, zeigt den Whistleblower mit amerikanischer Flagge. Er würde sich freiwillig ins Gefängnis begeben, wenn dieser Schritt Sinn ergeben würde, hat Snowden dem Journalisten Bamford erzählt. Ihm lägen die Vereinigten Staaten am Herzen („I care about this country“).

Nicht nur in den USA sehen Kritiker Snowden als Vaterlandsverräter. Zu ihnen gehört auch Bild.de-Chef Julian Reichelt.

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Was vielfach nicht verstanden (oder eben bezweifelt) wird: die Offenlegung von Geheimnissen kann legitim sein, sofern der vermeintliche „Verrat“ Verbrechen der Regierung entlarvt. Die Definition von Vaterlandsliebe beschränkt sich nicht darauf, den Staat und seine Machenschaften zu decken. Snowden und anderen Whistleblowern in der amerikanischen Geschichte geht es – so zumindest kann man ihre Taten und Aussagen deuten – um eine Rückkehr zu den Idealen der amerikanischen Idee. Kritiker wiederum würden genau diese Motivation als „un-amerikanisch“ bezeichnen.

Doch zurück zu Wired. Eine Passage in dem langen Artikel nährt den Verdacht, dass es neben Snowden weitere NSA-Whistleblower gibt. Dass die Spiegel-Story über das abgehörte Handy der Bundeskanzlerin aus den von Snowden gekaperten Dokumenten stammt, wollte er nicht bestätigen. Eine Frage an die Journalistin Laura Poitras, ob es weitere Whistleblower gebe, beantwortete die Filmemacherin nicht.

Für Bamford ist Snowden „ein körperloser Mann“, weil er bei vielen Veranstaltungen auf Bildschirmen zu sehen ist, ihn aber nur wenige Menschen seit seinem Exil in Moskau wirklich zu Gesicht bekommen haben. Mit Bamford verbrachte Snowden drei Tage im Zeitraum von mehreren Monaten.

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