Anzeige

Candy Crash: King Digital verliert fast ein Viertel seines Börsenwertes

Candy-Crush-Börse.jpg
Candy Crush von King.com

King Digital, der Anbieter des beliebten Smartphone-Spiels Candy Crush, wurde nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen von den Anlegern böse abgestraft – die Aktie verlor 21 Prozent ihres Wertes. Die Aktionäre sorgen sich um die große Abhängigkeit der Firma vom Erfolgsspiel Candy Crush.

Anzeige
Anzeige

21 Prozent nach Handelschluss verloren – und vor allem das Vertrauen der Investoren. Rund vier Monate nach dem ohnehin schon holprigen IPO rutscht King Digital auf dem glitschigen Börsenparkett aus. Der Anlass für den Kursrutsch: Die Geschäftsbilanz für das abgelaufene zweite Quartal, vor allem aber der Ausblick auf die laufenden Geschäfte.

Dabei kann sich die Bilanz im Vergleich zum Vorjahr durchaus sehen lassen: Die Nettogewinne legten um stattliche 31 Prozent auf 165,4 Millionen Dollar zu, während die Erlöse um 30 Prozent auf 594 Millionen Dollar anzogen. Die Crux jedoch: Analysten hatten mit Erlösen in Höhe von 608 Millionen Dollar gerechnet.

Candy Crush schwächelt: Umsatzrückgänge zum Vorquartal

Wirklich besorgniserregend erscheint für Anleger indes der Vergleich zum Vorquartal, in dem King noch 641 Millionen Dollar eingefahren hatte. Für den Einbruch hatte CEO Riccardo Zacconi eine klare Erklärung: „Der Rückgang bei Umsatz und Bookings gegenüber dem ersten Quartal 2014 ist in erster Linie auf Verluste bei Candy Crush zurückzuführen.“

Das nun ist genau die Nachricht, die Investoren am wenigsten gefallen dürfte – die Wiese der Cash Cow scheint abgegrast. Die Abhängigkeit von dem einen Spiele-Hit beunruhigt Analysten und Anleger, zumal der Höhepunkt des Candy Crush-Hypes seit dem Weihnachtsquartal offenkundig überschritten ist.

Anzeige

Zynga-Angst: Auch Sonderdividende kann Aktionäre nicht bei Laune halten 

Was nach dem Überschreiten des Zenits folgt, konnten Anleger in den letzten 24 Monaten beim Rivalen Zynga beobachten, der Nutzer zuvor mit „Farmville“ und „Mafia Wars“ vor allem auf Facebook in den Bann gezogen hatte  – bis die „Candy Crush Saga“ vor allem als App auf dem Smartphone in Mode kam.

Zyngas Aktie debütierte 2011 ebenfalls mäßig an der Wall Street, um sich in den Folgemonaten nochmals aufzuraffen und bei über 14 Dollar auf Allzeithochs zu notieren. Danach folgte der brutale Absturz auf in der Spitze unter 2 Dollar, als Farmville und MafiaWars aus der Mode kamen und die Spieler weiterzogen. Erst vergangenen Woche vermeldet Zynga höchst enttäuschende Quartalszahlen und stürzte auf ein Jahrestief.

Das Management von King.com versuchte, Anleger mit einer Sonder-Dividende in Höhe von 150 Millionen zu besänftigen. Doch die nach unten korrigierten Umsatzschätzungen für das Gesamtjahr, die sich nun auf 2,25 bis 2,35 Milliarden Dollar belaufen und damit die Analystenerwartungen von 2,55 Milliarden Dollar deutlich unterboten, raubten Aktionären offenkundig den letzten Nerv.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*