Anzeige

Mann, der Schumachers Krankenakte Medien angeboten haben soll, ist tot

Schumacher.jpg

Den tragischen Unfall von Michael Schumacher hatte jemand zu seinem Vorteil nutzen wollen - im Juni war die Krankenakte des Formel 1-Stars Medien zum Kauf angeboten worden. Ein Verdächtiger, der am Dienstag festgenommen wurde, erhängte sich laut dpa in seiner Gefängniszelle. Die Ermittlungen werden nun eingestellt.

Anzeige
Anzeige

Etwa 50.000 Euro wollte der Dieb der Krankenakte haben. Auf das Angebot eingegangen war dann offenbar kein Medium – obwohl sich die Presse in ihrer Berichterstattung über den Unfall auch keineswegs zurückgenommen hatte. Nachdem der Diebstahl bemerkt wurde, teilte Schumacher-Managerin Sabine Kehm mitdass der Ankauf der Unterlagen sowie die Veröffentlichung der höchst sensiblen und vertraulichen Daten strikt verboten seien. Sollten sich Medien oder Personen über das Verbot hinwegsetzen, würde sofortige Strafanzeige “wegen der Verwirklichung aller in Betracht kommender Straftatbestände” gestellt.

Der Verdächtige, ein Mitarbeiter der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega), hatte offenbar die Aktenauszüge per E-Mail an Medien geschickt. Die IP-Adresse dieses Computers führte zur Rega. Der Verdächtige bestritt die Vorwürfe zunächst, erhängte sich dann aber offenbar in der Nacht zum Mittwoch. Fremdeinwirkung werde ausgeschlossen, berichtet die dpa. Erkenntnisse über einen anderen Verdächtigen lägen nicht vor. Die Ermittlungen würden darum eingestellt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*