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New York Times: Digital-Abos wachsen weiter, Gewinn sinkt trotzdem

Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan
Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan

Im zweiten Quartal verzeichnete die New York Times einen erneuten Zuwachs an zahlenden Digital-Nutzern. 831.000 Abos standen Ende Juni zu Buche - ein Zuwachs von 32.000 gegenüber dem ersten Quartal. Doch wie bereits in den vorigen Quartalen sanken die Print-Werbeumsätze und stiegen die operativen Kosten.

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Was bei der New York Times passiert, interessiert die Branche. Das Medienunternehmen gilt als Seismograph und Labor. Beispiel Paid Content: was bei den Amerikanern klappt, wird eifrig auch in Deutschland analysiert und teilweise ausprobiert.

Die gute Nachricht: die Zahl der Digital-Abonnenten stieg im zweiten Quartal weiter. Die Mehrheit der 32.000 neuen Abonnenten habe eine der neuen Angebote abonniert, also etwa die App NYT Now, eine Opinion-App und Times Premier. Mit anderen Worten: neue Produkte pushen das Wachstum. Das Kernprodukt, also das digitale Abo der New York Times, scheint hingegen nicht mehr so stark zu ziehen. Ist der Markt hier etwa schon gesättigt?

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Auf der Habenseite verbuchte die NYT darum Abo-Zuwächse, Zugewinne bei der Online-Werbung und steigende Profite u.a. mit dem Konferenzgeschäft.

Der Gesamtumsatz der NYT sank im zweiten Quartal allerdings um 0,6 Prozent auf 389 Millionen Dollar. Die Gründe: die Print-Werbeumsätze sanken (Gesamt-Werbeumsätze minus 4,1 Prozent), ebenso stiegen die operativen Kosten. Für Abfindungen wurden 2,2 Millionen Dollar ausgegeben. Die dürften vermutlich auf das Konto der kürzlich gefeuerten Chefredakteurin Jill Abramson überwiesen worden sein.

Entsprechend fiel der operative Gewinn des Medienunternehmens um deutliche 21 Prozent, auf 55,7 Millionen Dollar. NYT-CEO Mark Thompson will das Wachstum wieder anheizen, u.a. indem die Produkte besser vermarktet werden sollen. Neue Produkte wie eine Koch-App seien in Vorbereitung.

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