8 Beispiele, wie Printmedien Brücken in die digitale Welt schlagen

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Publishing Print lebt, heißt es immer. Experimente mit Augmented Reality waren erste Versuche, die digitale Welt nicht nur mit Websites zu bereichern, sondern buchstäblich Papier zum Leben zu erwecken. Nach Augmented Reality kommt nun der "Immersive Journalism". MEEDIA stellt eine Auswahl der besten Ideen aus den vergangenen Jahren vor.

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Um nicht in der Versenkung zu verschwinden, entwickeln Printmedien seit einigen Jahren neue Konzepte, um Digital und Print zu kombinieren. Augmented Reality und Immersive Journalism sind dabei sicherlich erst der Anfang. Augmented-Beispiele sorgten in der Regel für Wow-Effekte bei Nutzern. Doch massentauglich sind solche Anwendungen bisher zumindest in der Medien- und Nachrichtenwelt nicht. Die größte Gefahr für diese Art des Storytellings: sie werden oft als „Spielerei“ abgetan und dadurch entwertet.

Bereits 2010 rief das Süddeutsche Zeitung Magazin: „Unser Heft lebt“. Die Ausgabe war das nach eigenen Angaben weltweit erste Augmented-Reality-Magazin. Zahlreiche Beiträge in der der gedruckten Ausgabe wurden um digitale Inhalte erweitert, die der Leser mit Hilfe der App junaio abrufen konnte:

Ein Jahr später stellten die Reporter ohne Grenzen die Augmented-Reality-Printkampagne „The Voice“ vor – ein Aufruf für mehr Pressefreiheit. Sobald der Leser den QR-Code im Heft aktiviert und das iPhone auf die dafür vorgesehen Position abgelegt hatte, kamen die Reporter zu Wort und berichteten zum Beispiel darüber, wie die Lage in Russland, Libyen oder dem Iran aus ihrer Sicht ist. „The Voice“ war allerdings nur eine einmalige Sache.

2012 erschien in der Eßlinger Zeitung eine gedruckte Panoramasonderseite mit Augmented Reality-Funktion. Passend zum Thema konnten die Leser auch hier zusätzliche digitale Inhalte über Smartphones und Tablets abrufen.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schlug letztes Jahr gemeinsam mit Microsoft einen anderen Weg ein, um die Lücke zwischen Print und Digital zu schließen: Um seine Cloud-Anwendung Office 365 zu bewerben, integrierte der Software-Konzern Microsoft einen WLAN-Hotspot in das Printmagazin. Die Forbes-Leser hatten so die Möglichkeit, 15 Tage lang unterwegs über den Wifi-Router online zu sein.

Im selben Jahr versuchte sich auch Springers Tageszeitung Die Welt an Augmented Reality und veröffentlichte die Zeitung „DIE WELT der Zukunft“. Die AR-Inhalte waren mit Symbolen gekennzeichnet und wurden über die Scan-Funktion der Welt-Apps aktiviert.

Auch das schwedische Möbelhaus Ikea setzt seit 2013 auf Augmented Reality für seinen Katalog: Mit der dazugehörigen App platzieren die Nutzer die jeweiligen Möbelstücke virtuell im Raum – und probieren so, ob sich ein Kauf lohnt.

Ein Blick in die USA zeigt, dass wir bald mit einem „Immersive Journalism“-Projekt über Syrien rechnen können. Immersive Journalism nennt sich die Technik, wenn das Publikum mit Hilfe von Datenbrillen direkt ins News-Geschehen gebracht wird. Die Reporterin Nonny de la Peña, die bereits mit dem komplett animierten Nachrichtenbeitrag „Hunger in Los Angeles“ auf sich aufmerksam machte, experimentiert derzeit mit Virtual Reality. Sie will die Zuschauer Teil der Berichterstattung werden lassen.

Auch neue Apps helfen dabei, Print und Digital enger miteinander zu verknüpfen: Peekster zum Beispiel bietet das Weiterleiten von Print-Artikeln im Social Web an. Dafür scannt der Nutzer die Überschrift oder den Absatz des jeweiligen Artikels. Die App sucht daraufhin automatisch die Online-Version in den Datenbanken der Publikationen, die im nächsten Schritt gespeichert und geteilt werden können.

Diese Beispiele zeigen, dass Printmedien durchaus innovationsfreudig sind. Doch da sich die technischen Innovationen auch in den nächsten Jahren im Eiltempo weiterentwickeln werden und Datenbrillen und das „Internet der Dinge“ mit Sicherheit erst der Anfang sind, ist davon auszugehen, dass auch Immersive Journalism noch in die Kategorie „erste Experimente“ fällt.

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