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Nach Judenhetze auf Facebook: CDU-Politiker legt sein Amt nieder

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Wie schnell ein Post in sozialen Netzwerken die eigene Karriere zerstören kann, zeigt jetzt der Fall eines niedersächsischen Kommunalpolitikers: Nach einer antisemitischen Äußerung auf Facebook legte der langjährige CDU-Mann sein Mandat nieder und trat aus der Partei aus. Medienberichten zufolge kam er damit gerade noch einem offiziellen Parteiausschluss zuvor.

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Werner Mroz, der jahrelang als Ratsherr im Stadtrat von Seesen saß, hatte am 4. Juli, nach dem mutmaßlichen Rachemord an einem palästinensischen Jungen in Israel, auf seiner Facebook-Seite den Satz „Juden sind scheiße“ gepostet. Das berichtet unter anderem Spiegel-Online, in Berufung auf den CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rudolf Götz. Auf Anfrage des NDR sagte Mroz, er bereue seinen Kommentar zutiefst, der eine Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten gewesen sei und betonte kein Antisemit zu sein.

Nachverfolgen lässt sich der Beitrag auf Facebook nicht mehr, das Facebook-Profil scheint gelöscht worden zu sein. Wie der NDR berichtet, sei es Götz gewesen, der seinen CDU-Kollegen auf den Kommentar angesprochen habe. Anonyme Hinweise hätten ihn darauf aufmerksam gemacht. Am 28. Juli legte Götz eigenen Angaben zufolge Mroz den Rücktritt nahe, weil die CDU keine judenfeindlichen Äußerungen dulde.

Mroz zog daraufhin die Konsequenz aus seinem Verhalten, legte sein Mandat als Ratsherr nieder und trat aus der Partei aus. Wie es heißt, kam er damit gerade noch einem offiziellen Parteiausschluss zuvor.

Niedersachsens Innenmister Bernd Pistorius verurteilte die Aussage und sprach in diesem Zusammenhang über Twitter von einer „unglaublichen Entgleisung“:

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