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„Klein, rundlich, drollig“: So schreibt das manager magazin über DLD-Chefin Steffi Czerny

Steffi Czerny: Ist ihr Englisch „drollig“?
Steffi Czerny: Ist ihr Englisch "drollig"?

Ist das nun sexistisch, peinlich oder einfach nur gedankenlos daneben? Im aktuellen manager magazin beginnt ein Porträt über Steffi Czerny, die für Burda die DLD-Digitalkonferenzen managt (gerade läuft DLD Women), mit einer Beschreibung von Äußerlichkeiten: "Sie ist klein und rundlich, ihr Englisch ist drollig." Und doch ist Steffi Czerny unsere wichtigste Frau in der amerikanischen Tech-Szene." Wo bitte geht's zum Fettnapf? Sie baden gerade Ihre Hände darin!

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Die zitierte Beschreibung ist der Vorspann zu einem eigentlich freundlichen Porträt, das von Steffi Kammerer geschrieben wurde. Vermutlich ist der Vorspann auch gar nicht böse gemeint und soll auch nicht frauenverachtend rüberkommen. Trotzdem machen die wenigen Zeilen deutlich, dass eine Frau in der Internet-Medienwelt noch immer mit Rollenklischees zu kämpfen hat, die sich im Unbewussten festgesetzt haben. Bei Twitter wurde der Text prompt kritisch kommentiert.

Vor allem: Wieso „Und doch?“ Ist eine gewisse Kleinheit und angebliche Rundlichkeit per se ein Hindernis, um in der Tech-Szene eine wichtige Rolle zu spielen? Bei einem Mann wäre man wohl kaum auf solche Zusammenhänge gekommen. Zahllose schmerbäuchige Tech-Nerds legen davon beredt Zeugnis ab. Ein Twitter-Nutzer karikierte den manager-magazin-Text auch ganz treffend, indem er überspitzte Beispiele für ähnliche Einleitungen mit männlichen Managern erfand:

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