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Murdoch will Sky Deutschland an BSkyB verschachern – er braucht das Geld

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Rupert Murdoch (Foto: dpa)

Die konzerninterne Übernahme von Sky Deutschland durch BSkyB rückt näher. Dies berichtet die Sunday Times. Bisher dachte man, Rupert Murdoch wolle vor allem sein Bezahl-TV-Reich ordnen. Das scheint aber nur ein Grund für die wahrscheinliche Verschiebung der Anteile zu sein. Der zweite: Murdoch verschafft sich Geld für den angepeilten Kauf von Time Warner.

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Strukturell ergibt ein konzerninterner Verkauf Sinn. MEEDIA berichtete bereits im Mai. Wie u.a. die FAZ erklärt, würde Sky Deutschland, bisher direkt an den Murdoch-Konzern 21st Century Fox angedockt, unter das Dach des Bezahl-TV-Giganten BSkyB wandern. An Sky Deutschland hält Murdoch 55 Prozent der Anteile, an BSkyB 39 Prozent. Bei Sky Italia, an dem Murdoch 100 Prozent der Anteile besitzt, würde es nach dem gleichen Muster laufen. Es entstünde ein Unternehmen mit rund 20 Millionen zahlenden Nutzern. Als Reaktion auf die Nachricht stieg die Aktie von Sky Deutschland leicht.

Neben dem strukturellen Vorteil bekommt der Murdoch-Konzern 21st Century Fox Geld in die Kriegskasse. BSkyB soll über hohe Barreserven verfügen und würde für Sky Deutschland geschätzt rund 3,5 Milliarden Euro zahlen. Rupert Murdoch hat es seit einiger Zeit schon auf Time Warner abgesehen. Ein erstes Angebot liegt bei 80 Milliarden Dollar, knapp 60 Milliarden Euro. Zwar wurde das Angebot abgewiesen, doch das Ende dürfte das noch nicht gewesen sein. Bei einem Übernahmekampf hilft jede Milliarde.

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Die FAZ weist darauf hin, dass den freien Aktionären von Sky Deutschland ein Übernahmeangebot für den Kauf ihrer Aktien gemacht werden müsste. Sky Deutschland wollte sich bisher nicht äußern. BSkyB präsentiert Ende der Woche die Bilanzzahlen – dann könnte die Transaktion publik gemacht werden.

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