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„Kompletter Blödsinn“: DJV weist Wulff-Kritik zurück

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Foto: dpa

Der Deutsche Journalisten Verband weist die von Christian Wulff geforderten Änderungen im Pressekodex zurück. Im Spiegel hatte der 55-Jährige auf Grund eines "Meinungskartells" der Medien die Regularien des Deutschen Presserates kritisiert.

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Dieser Vorwurf sei „kompletter Blödsinn“, reagiert nun der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Es sei Aufgabe der Medien, ihre Wächterfunktion in der Demokratie wahrzunehmen. Ob sich das Staatsoberhaupt durch anfangs ungeklärte private Kreditgeschäfte möglicherweise in Abhängigkeit begeben habe, sei für die Öffentlichkeit durchaus von Belang gewesen. „Wer daraus im Nachhinein ein Meinungskartell konstruiert, hat die Wirklichkeit aus dem Blick verloren.“

Die Medien hätten sich bereits während der Wulff-Affäre „selbstkritisch“ mit „gelegentlich festzustellenden Übertreibungen auseinandergesetzt.“ Das sei als Korrektiv ausreichend, so der DJV weiter. Der Pressekodex in seiner bestehenden Form habe sich bewährt.

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Wulff hatte im Spiegel vorgeschlagen „Auswüchse“ von Journalisten strenger zu ahnden. Qualitätsmedien müssten sich zudem unterscheidbar machen. „Was früher am Stammtisch blieb, kann heute jeder in Form eines Internetblogs in alle Welt verbreiten.“ Generell lautete Wulffs Vorwurf, von einem Meinungskartell zu Fall gebracht worden zu sein. Das hatte sich bereits vor Amtsantritt als Bundespräsident begonnen zu formieren.

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