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Sport Bild entschuldigt sich bei Schweinsteiger für alten „Chefchen“-Spitznamen

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Vor drei Jahren war das der Aufreger im Sportjournalismus: Im Zuge der Berichterstattung über die Entlassung von Bayern-Coach Louis van Gaal hatte die Sport Bild Bastian Schweinsteiger als "Chefchen" bezeichnet. Dieser reagierte, indem er den Autoren, Chefreporter Christian Falk, auf einer PK als "Pisser" und “Arschloch” beschimpfte. Im Nachklapp an die starke WM-Leistung des Mittelfeldspielers entschuldigt sich Falk nun für das "Chefchen".

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Auslöser für den damaligen Ärger des Fußballers war das Stück „Chefchen Schweini“. Darin schrieb Falk über den Kicker: „Mal Weltstar, mal Buhmann. Der Bayernprofi bricht unter dem Druck der Erwartungen stets ein. Am Ende stürzte van Gaal auch über ihn.“ Zumindest letzteres ist eine gewagte Interpretation, die die Sport Bild seit dem exklusiv hat.

Tatsächlich sollte Schweinsteiger das „Chefchen“ noch lange verfolgen. Das musste ihm auch damals schon klar gewesen sein müssen, denn auf der folgenden Pressekonferenz lederte er so richtig in Richtung der Springer-Journalisten. „Erstens: Ich bin kein Chefchen! Zweitens: Ich bin lange genug dabei und jeder hört auf das, was ich sage in der Kabine!“, sagte er auf der PK. „Es wird ganz anders dargestellt, als wie es ist, verstehst du? Ich tue alles für den Verein. Ich spiele mit Schmerzen und versuche jedes Mal ein gutes Spiel hinzubringen. Und im Endeffekt bin ich der Idiot, nur weil ich am längsten dabei bin!“

Dann brach Schweinsteiger die PK ab. Den Raum verließ er mit den Worten: „Ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr. Wegen so einem Pisser brauche ich mich nicht so zutexten lassen. Arschloch…“

Der Chefreporter schreibt nun in der aktuellen Ausgabe der Sport Bild, dass man bereits nach dem Triple im vergangenen Jahr das „chen“ gestrichen habe. „Nun hält Schweinsteiger auch noch den WM-Pokal in den Händen. Sorry Bastian, ich entschuldige mich. Du gehst als Chef in die DFB-Geschichte ein“.

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Bereits am Montag hatte 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster in Richtung des ehemaligen SportBild-Chefreporters Raimund Hinko, der auch an der alten Story beteiligt gewesen sein soll, getwittert: „Irgendwo in einem Münchner Restaurant bestellt Raimund Hinko heute einen Chefchensalat.“

Allzu groß scheint die neue Liebe der Sport Bild dann aber doch nicht zu sein. Neun Seiten nach der Entschuldigung spekuliert das Magazin über die Bayern-Aufstellung für die kommende Saison. Wer fehlt in der Startelf? Richtig, Schweinsteiger.

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