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#Gauchogate: Der wohl umstrittenste Shitstorm des Jahres

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Für die einen war es eine Gaudi, für die anderen eine Blamage: der Siegertanz der frischgekrönten Fußball-Weltmeister auf der Berliner Fanmeile. Oder wie er auch genannt wird: der Gaucho-Tanz. Selten hat sich die eine Seite einen Shitstorm so gewünscht und die andere Seite so dagegengehalten.

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Anlass für den Zoff ist folgende kleine Szene der sichtlich angeheiterten Nationalkicker Miroslav Klose, André Schürrle, Shkodran Mustafi, Mario Götze, Roman Weidenfeller und Toni Kroos auf dem Berliner Fanfest vor hunderttausenden Fans. 

Kenner der Materie erkennen hier eine geschickte Weiterentwicklung des weltbekannten Mainzer Karnevalsliedes Humba Täterä. Doch der Auftritt fand wahrlich nicht nur Freunde. Moderator Alexander Bommes erklärte, man hätte das Mikrofon eventuell besser nicht aus der Hand gegeben. Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigt sich empört. „Dort wird jene Darbietung einiger Nationalspieler ihre Spuren hinterlassen, die den Unterschied zwischen Argentiniern, Gauchos genannt, und Deutschen deutlich machen“, schreibt Frank Lübberding. „Die Gauchos gehen gebückt, zwischen Niedergeschlagenheit und Demütigung, während Deutsche aufrecht wie Hermann, der Cherusker, den Pokal gen Himmel strecken.“

Auch auf Twitter mehrte sich im Laufe des Tages der Protest:

Doch in diesen weltmeisterlichen Zeiten scheint das Social Web nach anderen Regeln zu funktionieren. Der Shitstorm er bleibt aus, mehr noch: Viele Nutzer ergreifen Partei

https://twitter.com/Musicminden/status/489045138782826496

So ist #Gauchogate dann doch kein Shitstorm – höchstens für die FAZ -, sondern vielmehr der Beweis: Auch die Twittergemeinde kann mal ein Auge zudrücken und beweist Humor. Das nennt man dann wohl Weltmeister-Bonus. Oder das Wissen, dass der „Gauchotanz“ keine neu entdeckte Häme beim DFB ist, sondern schlicht und ergreifend „Fußballkultur“.

 

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