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ProQuote fordert: Mehr Moderatorinnen im Sport

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In der Sportschau gibt es zu wenig Frauen – zumindest lautet so das Urteil der Journalismusinitiative ProQuote. Weibliche Kompetenz sei überfällig, urteilt der Verein und fordert mehr Moderatorinnen im Team der ARD-Sendung.

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Wie die Bild am Sonntag Ende Juni verkündete, soll Alexander Bommes zukünftig neben Reinhold Beckmann, Matthias Opdenhövel und Gerhard Delling die Sportschau am Samstag moderieren. Vielen Zuschauern ist der Ex-Handballprofi schon als Moderator des „WM Club“ bekannt. Während der kommenden Bundesliga-Saison wird er angeblich zunächst vier bis fünf Ausgaben der Sendung moderieren.

Diese Pläne der ARD passen der Journalisteninitiative ProQuote überhaupt nicht: „In 53 Jahren Sportschau hat das Erste seit Anne Will 1999 gerade mal zwei Frauen die Moderation des Ur-Formats am Samstag anvertraut“, sagt ProQuote-Vorstand Helene Endres. „Weibliche Kompetenz ist hier überfällig. Dass Fußball längst keine Männersache mehr ist, zeigt die WM: Die Hälfte der TV-Zuschauer sind Frauen.“

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Laut Aussagen von ProQuote, wollte sich die zuständige WDR-Fernseh-Chefredakteurin Sonia Mikich noch nicht zur schwebenden Personalie Bommes äußern. Sie betont allerdings, dass die Sportschau mit Jessy Wellmer und Julia Scharf künftig zwei neue Moderatorinnen haben werde. Allerdings am Sonntag und nicht wie Bommes am Samstag, was ProQuote ebenfalls scharf kritisiert: „Die Sonntags-Sportschau verhält sich zur Samstags-Sportschau wie die 14-Uhr-Tagesschau zur 20-Uhr-Tagesschau, so Endres.

Carmen Thomas, die 1973 als erste Frau im deutschen Fernsehen den Sport moderiert hat, glaubt, nur eine Quote könne die Frauenpräsenz in den Medien ändern, ansonsten würde es immer Gründe geben, Frauen nicht ernst zu nehmen – unabhängig von ihren Qualifikationen.

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