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„Heiliger Romero“ oder „Gähn statt Gala“: Pressestimmen zu #ARGNED

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Es wird kein Finale der Nachbarn: Argentinien hat die Niederlande nach Elfmeterschießen ins Spiel um Platz Drei verbannt und sich den Einzug ins Finale gegen Deutschland gesichert. Das Halbfinale macht Mut auf Sonntag. Die internationale Presse spricht von "mäßigem Fußball" und einem "ängstlichen" Spiel. Die Pressestimmen:

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„Heiliger Romero“, heißt es bei Deportivo Olé in Argentinien. Das Halbfinale war ein „äußerst hartes Spiel“ mit einer „Verlängerung puren Leidens“.

La Nación fühlt sich an ein Ereignis von vor 24 Jahren erinnert, als Argentinien Italien aus dem Turnier schoss – ebenfalls nach einem Elfmeterschießen. Im Finale müssen sie wieder gegen Deutschland ran. „Ja, die Nationalelf steht vor dem Spiel, von dem sie seit langem träumte.“

Während in Argentinien die Freude über den Einzug ins Endspiel überwiegt, gehen die Niederländer mit dem Spiel härter ins Gericht: „Beide Mannschaften spielten sehr abwartend, fast ängstlich und mit einer vollgepackten Verteidigung“, heißt es beim Fernsehsender NOS.

Der Telegraaf meint: „Der Traum der Niederlande ist geplatzt. Das Oranje von Louis van Gaal lief im Halbfinale der Fußball-WM gegen eine argentinische Mauer. Das an den Nerven zerrende ‚Schachspiel‘ dauerte 120 Minuten und bekam ein spannendes Elfmeterschießen als Finale.

Laut Volkskrant ähnelte die Partie „sehr einem Schachspiel auf Gras. Beide Mannschaften gingen kein Risiko ein. Das Tempo war niedrig, die Chancen gering.“ Aber: „Bei Argentinien glich Lionel Messi nicht dem vierfachen Weltfußballer.“

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Auch deutsche Medien schauten gespannt nach Sao Paolo. In der Analyse von Spox.com heißt es: „Argentinien ist mit Ach und Krach ins Finale eingezogen.“ Und: „Beide Teams boten den 63.267 Zuschauern in der ausverkauften Arena de Sao Paulo ein unansehnliches Fußballspiel, das eines WM-Halbfinals in keinster Weise würdig war und folgerichtig torlos in die Verlängerung ging.“

Bild erklärt das lahme Spiel mit Angst vor Deutschland als Finalgegner: „Gähn statt Gala. In jeder Sekunden ist die Angst vorm Scheitern zu spüren. Man hatte den Eindruck, keiner wollte so recht ins Endspiel – um sich nicht gegen Deutschland zu blamieren.“

Der Kölner Express spricht von einem „Würge-Sieg“ der Argentinier. „Superstar Lionel Messi enttäuschte auf ganzer Linie, nur ab und zu konnte er sich zu einem seiner gefürchteten Tempo-Dribblings aufraffen. 

Die Süddeutsche meint: „In einem ermüdenden Halbfinale sichern Argentinien und die Niederlande mehr nach hinten, als sich Chancen zu erarbeiten.“

„Argentinien bittet Deutschland zum Tango“, titelt FAZ.net. Das Halbfinale aber war „dröge“. „Das Spiel passte also zum herbstlichen Regenwetter: Es mutete in der ersten Hälfte ziemlich unterkühlt an. Also wärmten sich vor allem die argentinischen Fans mit ihren schönsten Kampfgesängen auf, da auch nach der Pause zunächst alles wie zuvor schien. Also spotteten die Argentinier über die Brasilianer und ihre Niederlage vom Vortag.“

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