Anzeige

„Echte Frauen haben keinen Bart“: Die peinliche Anti-Wurst-Werbung der FPÖ-Jugend

Kampagne-Frauen-Partei-02mg.jpg

Prominente wie Grand-Prix-Gewinnerin Conchita Wurst kämpfen für die Akzeptanz ihrer Sexualitäten in der Gesellschaft. Ihr Erfolg stößt bei konservativen bis rechtspopulistischen Gruppierungen offenbar auf Unbehagen. Die RFJ, die Jugend der österreichischen Partei FPÖ, zeigt nun mit einem Flyer, was sie vom Genderkampf hält - und provozierte damit prompt einen Shitstorm.

Anzeige
Anzeige

„Echte Frauen haben weder einen Bart, noch einen Penis“. Vom Flugblatt, mit dem die Organisation um neue Mitglieder wirbt, lächelt eine junge Frau – blond und blauäugig versteht sich. Mit verschränkten Armen verdeckt sie das Nötigste ihres nackten Oberkörpers. „Lass Dich nicht linken… echte Frauen sehen so aus!“, heißt es in großen Lettern. Die Message des Models: „Ich brauche keinen Bart, um erfolgreich zu sein.“ Sie bezieht sich auf einen „Gender-Wahnsinn“ sowie ein „absurdes Frauenbild“, dessen Entwicklungen sich durch Binnen-Is (KollegInnen, SchülerInnen, usw.) oder Forderungen nach einer Frauenquote bemerkbar machten.

Anzeige

Konkret gemeint ist die österreichische Kunstfigur Conchita Wurst, hinter der eigentlich ein junger Sänger steckt und durch seine Teilnahme am Eurovision Song Contest weltweite Popularität erlangte. Dieses „Getöse rund um Conchita Wurst“ sowie das viel diskutierte Life Ball Plakat, das mit einem Transgender für Aufmerksamkeit sorgte, seien Grund zur Besorgnis.

„Was denken unsere Kinder, wenn Frauen Bärte tragen und mit einem Penis ausgestattet sind?“, fragt RFJ-Mitglied Werner Wassicek. Mitglieder in sozialen Netzwerken stellen sich bezüglich der Motive allerdings andere Fragen: „Was soll uns diese Kampagne sagen, Frauen sind nur stark wenn sie nackt sind?“ oder „Seid ihr des Wahnsinns und von allen guten Geistern verlassen?“.

Die Kampagne ist eine kalkulierte Provokation. Mehr als 250 (überwiegend negative) Kommentare sammeln sich inzwischen unter dem Posting, das mehr als 125 Mal weiterverbreitet wurde. Selbstverständlich löste die Aktion auch innerhalb der Politik Österreichs die Gegenparteien auf den Plan. Nur an der Mission und dem Erfolg von Conchita Wurst ändert das nichts.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*