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Die größten TV-Momente der Weltmeisterschaft: Was von der WM vorm Finale bleibt

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Das Finale steht noch aus: Trotzdem ist die WM zumindest gefühlt fast schon wieder vorbei. Was bleiben wird sind ein paar unvergessene TV-Momente. Falls Sie sich doch nicht mehr so genau an den Biss von Suarez, den fliegenden Holländer, Opdenhövels Flöten-Gate oder das längst legendäre Mertesacker-Interview erinnern, gibt es hier eine kleine Gedächtnisstütze.

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Der fliegende Holländer
Die Weltmeisterschaft war noch nicht einmal so richtig in die Gänge gekommen, da gab es bereits den ersten Moment für die Geschichtsbücher. Schon beim Premieren-Auftritt des amtierenden Weltmeisters zerlegte Robin van Persie Spanien mit einem einzigartigen Flugkopfball. Es ist noch immer das wohl schönste Tor des Turniers.


James Rodriguez und Gooooooooooooooooal
Ein weiteres Tor für die Ewigkeit gelang Kolumbiens James Rodriguez mit seinem Volley-Hammer gegen Uruguay. Diesem Knaller verdanken wir auch den schönsten Kommentatoren-Ausraster dieser WM. Hören Sie selbst

suarez biss
Der Biss
Diese Szene wird in keinem Jahresrückblick fehlen. Uruguay haut Italien mit 1:0 aus dem Turnier. Doch die gesamte Welt spricht nur von einer Szene: Luis Suarez beißt im Strafraum Italiens Giorgio Chiellini in die linke Schulter! Das Erstaunliche: Der Schiedsrichter übersieht das Foul, und der Angreifer vom FC Liverpool zeigte in dieser Partie nicht zum ersten Mal besonders viel Biss. Nicht umsonst lautet sein Spitzname „kleiner Dracula“. Für Suarez hatte die Attacke ein Nachspiel: Aufgrund der TV-Bilder wurde der Beißer für vier Monate vom Weltverband „für alle fußballerischen Aktivitäten“ gesperrt.

Neymar
Neymar-Verletzung
Aus heutiger Sicht ist die Verletzung von Neymar nur noch die Ouvertüre zum 7:1-Debakel der Selecao. Trotzdem gehört sie zu den prägenden Momenten des Turniers. Im Viertelfinale sprang der Kolumbianer Camilo Zuniga dem brasilianischen Superstar in den Rücken. Die Folge war ein Wirbelbruch. Das eigentlich Schlimme ist, dass es neben dem Suarez-Biss gleich zwei Fouls in diese Liste schafften.


Opdenhövels Flöten-Gate
Aus Sicht der Fifa war das wohl auch so eine Art Foul – oder zumindest ein hartes verbales Tackling. Nach der Partie Deutschland gegen Portugal rutschte Matthias Opdenhövel ein unbedarfter Satz in Richtung Fifa raus. Während man bei der ARD auf die Verkündung des „Man of the Match“ wartet, dachte der Moderator eigentlich, dass sein Mikrofonton ausgeschaltet sei. Deshalb konnten alle Web-Zuschauer hören, wie er auf die Information reagierte, dass natürlich der dreifache Torschütze Thomas Müller zum Mann des Spiels gewählt wurde. Privater Kommentar des Moderators: “Ist das offiziell, ‘Man of the Match’? Ja, du weißt ja nie bei den schwindeligen Fifa-Flöten.”

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urs meier
Der doppelte Urs Meier
Wenn wir schon bei der Sonnenterasse der Öffentlich-Rechtlichen sind, muss man auch ein Wort über Urs Meier verlieren. Die Schweizer Ex-Pfeife analysierte auch in diesem Jahr wieder die Schiedsrichter-Entscheidungen während der Spiele. Das macht der ehemalige Weltklasse-Schiri traditionell sehr sympathisch und authentisch. Weniger authentisch war dagegen der Umstand, dass er zeitgleich auch in der RTL-Show  „Unschlagbar“ als Regelhüter auftrat. Hoffentlich war die WM keine Aufzeichnung, sondern die Zietlow/Schreyl-Show.

saopaolo stadion
Das Stadion in Sao Paulo
Es hat schon eine gewisse Tradition. Heutzutage kommt kaum ein großes Turnier mehr ohne – zumindest – ein komisches Stadion aus. Bei der WM in Brasilien übernimmt die Arena in Sao Paulo diesen Job. Tatsächlich kommt die Sportstätte ganz ohne Ecken aus. Das sieht komisch aus, bleibt aber im Gedächtnis.
World Cup 2014 - Quarter final - Netherlands vs Costa Rica
Van Gaal wechselt Elfmeter-Killer ein
Diese Szene müssen sich bestimmt die kommenden holländischen Torhüter-Generationen anhören. Kurz vor dem Elfmeterschießen gegen Costa Rica nimmt der Bondscoach einfach seinen Stamm-Keeper Jasper Cillessen raus und wechselt Tim Krul ein, weil er ihn für einen echten Elfer-Killer hält. Diesen Ruf hatte sich der Goalie vorher nicht verdient. Aber van Gaal behielt recht.

mertesacker
Mertesacker bürstet Boris Büchler ab
Dieses Interview war natürlich der eigentliche mediale Höhepunkt dieser WM, wenn das Jahrhundertspiel gegen Brasilien nicht gewesen wäre. Nach dem Match gegen Algerien nahm sich ein völlig leergepumpter Peer Mertesacker einmal den ZDF-Reporter Boris Büchler zur Brust. Seine “Wat woll’n se?”-Wutrede ist kult und sorgte tatsächlich für einen Kultur-Wandel in der Berichterstattung. Auf einmal war es wieder akzeptabel, wenn die DFB-Auswahl einfach gewinnt, statt auch noch schön spielen zu müssen.

World Cup 2014 - Brazil - Germany
Deutschlands 7:1 gegen Brasilien
Egal, ob Deutschland Weltmeister wird oder nicht. Der 7:1-Triumph der DFB-Elf gegen Brasilien war ein Spiel für die Ewigkeit. Diese Partie wird sich in das kollektive Gedächtnis der Fußball-Nation einbrennen. Passend dazu gab es sogar an der Leistung von Reporter und Moderatoren kaum etwas zu kritteln. Es war einfach ein perfekter Abend.

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