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Ungewöhnliche Interview-Paarung: Anke Engelke befragt Julian Assange

In ihrer nächsten Folge von „Anke hat Zeit“ spricht Anke Engelke mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange
In ihrer nächsten Folge von "Anke hat Zeit" spricht Anke Engelke mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange

Julian Assange und Anke Engelke - das ist nicht unbedingt eine Interview-Paarung, die auf der Hand liegt. In ihrer WDR-Sendung "Anke hat Zeit" spricht die Entertainerin am 15. Juli mit dem Wikileaks-Aktivisten, der seit zwei Jahren im Exil in der Ecuadorianischen Botschaft in London lebt.

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In dem Interview warnt Assange unter anderem vor einer zunehmenden globalen Überwachung: „Die drei Titanen Google, Facebook und die NSA übernehmen sukzessive die Welt. Tagtäglich gehen weitere 1,5 Millionen Geräte mit Google-Betriebssystem ans Netz, vor allem Android-Handys. Diese Geräte schaffen eine Massenüberwachung von eineinhalb Milliarden Menschen über das Internet,“ zitiert der WDR den Wikileaks-Gründer in einer Vorabmeldung.

Julian Assange wurde in Schweden der zweifachen Vergewaltigung angezeigt, bestreitet die Vorwürfe aber. Seit Juni 2012 befindet sich der Australier in der Ecuadorianischen Botschaft in London im Exil, weil er die Auslieferung in die USA befürchtet. Die Vereinigten Staaten wollen ihn wegen Verrats von Staatsgeheimnissen belangen. Seitdem habe er den Kontakt zu seinen Kindern vermieden, um diese zu schützen. „Ich wäre gern wieder in der Lage, meine Familie und meine Kinder zu sehen. Das ist mein sehnlichster Wunsch,“ sagt Assange im Interview mit Engelke. Trotzdem bereue er seine Entscheidungen nicht und räumt ein: „Ich würde rückblickend sehr wenig anders machen.“

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Einblicke gibt Assange zudem in seinen Werdegang. Mit 16 habe er bereits Emails und Berichte des Pentagon gelesen und feststellen müssen: „Die Ordnung der Welt ist aber anders, als sie sich den meisten Menschen darstellt, wenn man die internen Berichte einer Organisation oder eines Landes liest. Dann erfährt man, was die Menschen innerhalb dieser Machtzentralen wirklich wissen und planen.“

„Anke hat Zeit“ soll in loser Folge „Künstler, Querdenker und Talente“ präsentieren, „die man sonst nie oder zu selten im Fernsehen sieht“. Wer es am 15.7. um 22.30 Uhr nicht schafft, kann am 16. Juli um 20.15 Uhr die Wiederholung auf Einsfestival sehen. Oder schaut in die Mediathek.

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