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Mehr WM als Nahost: Kleber reagiert auf Kritik an „heute-journal“

Eine Frage der Zeit: am Dienstag geriet das „heute-journal“ wegen einer zu langen Brasilien-Schalte in die Kritik.
Eine Frage der Zeit: am Dienstag geriet das "heute-journal" wegen einer zu langen Brasilien-Schalte in die Kritik.

In einem ohnehin verkürzten "heute-journal" zur Halbzeitpause des WM-Halbfinals räumte die Redaktion dem Fußball-Event knapp ein Viertel der Sendezeit ein und platzierte eine Schalte zum Brasilien-Korrespondenten direkt hinter einem vergleichsweise kurzen Beitrag zu Isreal. Dies stieß auf Kritik. Jetzt hat sich Anchor Claus Kleber geäußert und Fehler eingeräumt.

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Ist es angemessen, in der Halbzeitpause Brasilien gegen Deutschland ausgiebig über das laufende Spiel zu berichten, während sich am anderen Ende der Welt der Nahost-Konflikt verschärft? Diese Frage stand am Dienstagabend im Raum, als das „heute-journal“ auf Sendung ging. Nach einem kurzen Beitrag über die Raketenangriffe in Israel, die Zuspitzungen am Gazastreifen und einer Schalte zum Korrespondenten Christian Sievers wechselte Claus Kleber abrupt zum Spektakel in Belo Horizonte.

Knapp ein Viertel der elfminütigen Sendezeit ging für einen vorläufigen Spielbericht sowie eine Einschätzung des Brasilien-Korrespondenten drauf. Angesichts der großzügigen Vor- sowie Nachberichterstattung des historischen Deutschlandsieges rief dies Kritiker auf den Plan.

Bereits während der Sendung wies Stefan Niggemeier, der die „heute journal“-Ausgabe anschließend zum Thema in seinem Blog machte, auf die angesichts der Nachrichtenlage verrutschten Prioritäten hin.

„Im heute-journal verblasst der Krieg in Nahost gegen das Drama in Brasilien“, so Niggemeier weiter. Damit hat der Blogger freilich recht. Während Sievers, der auch bei Twitter über die Nachrichtenlage in Israel informiert, sichtlich mitgenommen seine Eindrücke schilderte und von „Nahost-Wahnsinn pur“ berichtete, bekam die Schalte nach Brasilien nicht nur mit gefühlter Überlänge daher, sondern auch inhaltlich schwach. So ließ Korrespondent Andreas Wunn nur von sich hören, dass er nach der Brasilienniederlage keine Ausschreitungen erwartete und die Lage vor dem Stadion in Belo Horizonte ruhig war – in Brasilien habe „Schockstarre pur“ geherrscht.

Noch in derselben Nacht scheint die Kritik beim ZDF angekommen zu sein. Claus Kleber meldete sich via Twitter zu Wort und befragte seine Follower:

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Und lieferte kurze Zeit später seine eigene Einschätzung:

Die Schalte hielt er für richtig, aber die Überleitung für „zu hart“. Wunn habe schon auf seine Aufsage gewartet. Kleber: „Stress. Sorry.“

Hier lässt sich die Ausgabe des „heute-journals“ vom Dienstag noch mal nachverfolgen

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