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„Schlagen Sie mir intelligente Frauen vor“ – brand eins im Gender-Stress

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Gender-Debatten reißen nicht ab, immer wieder werden Sexismus-Vorwürfe laut und jetzt hat es auch die brand eins erwischt: Der einzelne Facebook-Post einer Leserin löste eine Geschlechter-Grundsatzdebatte aus.

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Aktuell sieht sich das Wirtschaftsmagazin brand eins mit dem Vorwurf der Frauenfeindlichkeit konfrontiert, die Diskussion spielt sich hauptsächlich auf Facebook und Twitter ab. Auslöser war kein bestimmter Beitrag im Heft, sondern ein Post auf der Facebookseite des Magazins: Eine Leserin wunderte sich öffentlich darüber, warum Geschichten über Männer in der brand eins dominieren.

Eigentlich könnte man meinen, ein solcher Beitrag sei relativ schnell entschärft, schließlich hat die Leserin vorsichtig und freundlich formuliert. Doch leider heizten die Antworten der Redaktion die Debatte noch weiter an – zumal diese auch noch von einem Mann kamen. So schrieb Online-Redakteur Frank Dahlmann unter den Post: „Sie können gern 50 intelligente Frauen vorschlagen“ und dann: „Wir sind kein Quotenmagazin, wir suchen nicht nach Männern oder Frauen, wir suchen nach dem interessantesten Gesprächspartner (…). Wenn wir also viele Männer im Magazin haben, dann ist das ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.“

Rechtfertigungen statt Entschuldigungen kommen selten gut an, vor allem bei einem Thema, das viele Gemüter erhitzt. So nahm die Diskussion nach diesem Statement – wenig überraschend – erst richtig Fahrt auf.

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Gestern, über eine Woche nach dem ersten Post, reagierte die Chefredakteurin Gabriele Fischer auf die Vorwürfe und veröffentlichte eine Stellungnahme auf der Webseite des Magazins:
„Uns interessieren Menschen, die Wirtschaft und Gesellschaft weiterbringen. Uns interessieren bessere Lösungen für die Probleme hier und in aller Welt. Das Geschlecht derer, die sich engagieren, ist uns egal.
Beim letzten Punkt sieht brand eins nicht schlecht aus – alle unsere Vorstände sind weiblich, die Frauenquote liegt also bei 100 Prozent. Bei den Autoren überwiegen die Männer, offenkundig interessieren sich die Kolleginnen nicht so für Wirtschaft.“

Leider konnte auch diese Erklärung für wenig Beruhigung sorgen:

Man kann der brand eins nicht vorwerfen, die Kritik nicht ernstgenommen oder gar ignoriert zu haben. Die Redaktion des Magazins hat sich durchaus bemüht, die Wogen zu glätten und adäquat zu reagieren. Doch offensichtlich wären weniger Rechtfertigungen und eine Entschuldigung ohne ‚aber‘ besser gewesen. Merke, liebe brand eins: Sorry works! Immer.

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Alle Kommentare

  1. Warum sollte sich brand eins entschuldigen? Weil sie zwar recht haben, aber das nicht veröffentlichen dürften?

    Ich kenne keinen Mann, der die 100%-Quote im Vorstand von brand eins kritisiert.

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