Crowdfunding extrem: Amerikaner sammelt im Web über 34.000 Dollar für Kartoffelsalat

Kartoffel- oder Krautsalat: Wo stehst du?
Kartoffel- oder Krautsalat: Wo stehst du?

Ein US-Amerikaner aus Ohio hat per Crowdfunding 34.000 US-Dollar gesammelt, um Kartoffelsalat zu machen. Welches Rezept, das weiß er noch nicht. Seit gestern hat er einen Konkurrenten: Krautsalat.

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Eigentlich wollte Zack Danger Brown nur zehn Dollar einsammeln. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter startete er eine Kampagne mit dem Vorhaben: „Ich mache Kartoffelsalat. Ich habe mich noch nicht entschieden, was für einen.“ Mehr als 3.000 Unterstützer haben sich seit Anfang vergangener Woche von der Aktion überzeugen lassen, insgesamt hat Brown mehr als 34.000 Doller eingenommen. Das sollte für eine ganze Menge Salat reichen. Dabei ist das Projekt nicht ganz risikofrei, wie Brown einräumt: „Es kann sein, dass er nicht so gut wird. Es ist mein erster Kartoffelsalat.“

Schritt für Schritt passte der Kartoffel-Salat-Liebhaber sein Ziel an: Ab 250 Dollar versprach er „bessere Mayonnaise (bio)“, ab 300 Dollar wollte er „einen Chefkoch anrufen, um ein besseres Rezept zu bekommen“, für nochmal 50 Dollar mehr gab er an „viel mehr Kartoffel-Salat und wahrscheinlich noch ein drittes Rezept zu machen.“ Mittlerweile ist eine Kartoffelsalat-Party geplant, zu der alle Unterstützer (ab 10 US-Dollar) eingeladen sind, ein Kamerateam wird die Aktion festhalten.

Das Projekt liest sich wie eine Parodie auf das Finanzierungsmodell Crowdfunding. Gleichzeitig beweist Brown aber auch die Möglichkeiten dieser Art der gemeinschaftlichen Finanzierung. So kommen seine Kartoffelsalat-Financiers beispielsweise aus Europa, den USA, Kanada oder auch Japan. Für einen Dollar verspricht der US-Amerikaner: „Du bekommst ein ‚Dankeschön‘ auf deine Website gepostet und ich spreche deinen Namen laut aus, während ich den Kartoffelsalat zubereite.“ Noch bis zum 2. August, kann man Teil der Spaß-Aktion werden, die mittlerweile ein gewaltiges Ausmaß an Publicity bekommen hat: Im Gespräch mit CNN  verriet Brown schon mal eine Zutat seines auserkorenen Rezepts: Dill.

Wie immer im Leben ruft großer Erfolg Nachahmer auf den Plan. Browns direkter Gegner ist seit gestern Gary Howard aus Colchester, England. Sein Aufruf: „Lasst diese Kartoffel-Liebhaber nicht gewinnen (…) Gebt mir Geld und ich bereite Krautsalat zu, während diese Kartoffel-Liebhaber Mayo über eigentlich perfekte Kartoffeln schmieren.“ Derzeit hat der Krautsalat-Verfechter neun Unterstützer und rund 28 Dollar für seinen Gegenentwurf gesammelt. Die Aktion läuft, wie auch Browns, noch bis zum 2. August. Wir wünschen in diesem Sinne: Bon Appetit.

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