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Kirch-Intimus will Billig-Bundesliga für unter zehn Euro

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Diese Nachricht dürfte sowohl die Fußball-Fans, wie auch die Bundesliga-Vereine diebisch freuen. Immerhin belebt Konkurrenz das Geschäft und senkt für die Konsumenten die Preise – meistens zumindest. Wie das Handelsblatt berichtet, plant Constantin-Hauptaktionär Dieter Hahn Pay-TV-Rechte für die Bundesliga zu kaufen und ein Paket für unter zehn Euro zu schnüren. Wie man einen scheinbar festgefahrenen TV-Markt so richtig durchwirbelt, hat der 53-Jährige bei einem Meister in dieser Disziplin gelernt: bei Leo Kirch.

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Der bereits 2011 verstorbene Ex-Mogul, versuchte viele Jahre lang ein funktionierendes Bezahlversehen in Deutschland aufzubauen. Letztendlich scheiterte er damit. Dabei setzte er aber immer wieder auch auf die Karte Bundesliga. Genauso wie auch bei seinen höchst erfolgreichen Privat-Fernsehaktivitäten (ProSiebenSat.1).

Seine Rechte-Offensive sieht Hahn allerdings nicht in Konkurrenz zu den bisherigen Sky-Aktivitäten. Der Murdoch-Sender hält zur Zeit jedoch noch alle Pay-TV-Rechte an der Bundesliga. Immerhin zahlen die Münchner auch 480 Millionen Euro pro Spielzeit für die Übertragung aller Liga-Spiele. „Ich bin schon lange der Meinung, dass es für Live-Spiele der Fußball-Bundesliga mehrere differenzierte Angebote geben sollte“, sagte Hahn im Interview mit dem Handelsblatt. „Bisher muss der TV-Zuschauer entweder auf Live-Übertragungen der Bundesligaspiele verzichten oder aber bei Sky das komplette Angebot kaufen und noch einiges dazu. Das ist ein hervorragend gemachtes Premiumprodukt zu einem entsprechend hohen Preis. Breite Konsumentenschichten, die sich das nicht leisten können, werden aber ausgeschlossen.“

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Das Konzept des ehemaligen Kirch-Managers sieht vor, über den Constantin Pay-TV-Sender Sport 1 Plus „Live-Bundesliga und zeitnahe Bundesliga-Wochenendberichterstattung“  für weniger als zehn Euro anzubieten. Den Spaß will sich Hahn bis zu 100 Million Euro kosten lassen. Allerdings sucht der Unternehmer zur Zeit noch nach strategischen Partnern. Diese sieht er vor allem im Bereich der Kabel- und Telekommunikationsplattformen, aber auch internationale Medienunternehmen, die nach Europa expandieren.

Noch hat Hahn allerdings Zeit mit der Partnersuche. Bis zum Jahr 2017 sind die Rechtepakete fix verteilt. Die neue Versteigerungsrunde wird wohl 2016 starten.

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