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26,25 Mio. sehen deutschen 1:0-Sieg, schönes Wetter verhindert Rekord

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Das 1:0 der deutschen Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Frankreich war erneut ein Megahit - einen Rekord gab es aber nicht. 26,25 Mio. Fans sahen das Spiel in den heimischen Fernsehern, eine noch höhere Zahl wurde verhindert, weil das schöne Wetter und der frühe Anstoßtermin offenbar mehr Leute als zuletzt zu Public Viewings getrieben haben.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Public Viewings verhindern neuen WM-Rekord

Das Achtelfinale gegen Algerien hatten vor einigen Tagen noch 28,21 Mio. Fans im ZDF gesehen, das Viertelfinale gegen Frankreich kam nun nur auf 26,25 Mio (85,0%). Fast 2 Mio. Zuschauer weniger – trotz Viertelfinale und attraktiverem Gegner? Der Grund ist klar: Menschen, die in Kneipen oder bei Public Viewings zuschauen, werden logischerweise nicht in den offiziellen TV-Quoten mit ausgewiesen. Wer sollte auch zählen, wie viele Menschen gerade in der Kneipe – oder gar bei gigantischen Public Viewings zuschauern. Da das Match gegen Algerien an einem Montag stattfand – und dann auch noch um 22 Uhr – gingen deutlich weniger Leute weg, sie blieben stattdessen zu Hause und beflügelten die offizielle GfK-Zuschauerzahl. Das Halbfinale gegen Brasilien findet am Dienstag um 22 Uhr wieder zu einem deutlich Public-Viewing-feindlicheren Termin statt – dort dürfte es mit Sicherheit einen neuen WM-Rekord, wenn nicht sogar einen neuen Alltime-TV-Rekord geben.

2. Auch zweites Viertelfinale mit Top-Quote

Das Erste kann sich nicht nur über grandiose Zuschauerzahlen beim deutschen Spiel am Vorabend freuen – auch danach ging es erfolgreich weiter. Die „Tagesschau“ sahen um 20.15 Uhr zunächst 14,42 Mio. Leute (50,2%), die Vor-, Nach- und Zwischenberichte ab 20.35 Uhr 9,14 Mio. (41,8%), dem „WM Club“ dazwischen um 20.55 Uhr 8,80 Mio. (32,3%) und das zweite Viertelfinale zwischen Brasilien und Kolumbien ab 22 Uhr schließlich 13,98 Mio. (58,5%). Selbst der „Tatort: Die Blume des Bösen“ erreichte ab 0.40 Uhr noch 1,73 Mio. Zuschauer und herausragende 28,3%.

3. ZDF-Krimis können zwischen den Viertelfinals mithalten

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Die ARD-Konkurrenz konnte erneut vor allem zwischen den beiden Spielen punkten. Da das 18.Uhr-Match nicht in die Verlängerung ging, schalteten viele um 20.15 Uhr andere, Fußball-fremde Programme an. Am meisten profitieren konnte davon das ZDF: 3,98 Mio. sahen um 20.15 Uhr „Der Alte“, 3,75 Mio. danach die „SOKO Leipzig“. Die Marktanteile lagen bei sehr ordentlichen 14,2% und 13,7%. Die „SOKO Leipzig“-Quote ist noch höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass der 90-Minüter gegen die komplette erste Halbzeit des Brasilien-Spiels antreten musste.

4. ProSieben punktet mit „Liga der außergewöhnlichen Gentleman“, „ultimative Chart Show“ miserabel

Stärkstes Programm der Privatsender war am Freitag der ProSieben-Film „Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman“. 1,76 Mio. sahen ihn insgesamt ab 20.15 Uhr, darunter 1,13 Mio. 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile von 6,3% und 11,2% sind ein solides bis ordentliches Ergebnis. Nur träumen konnte von solchen Zahlen „Die ultimative Chart Show“ von RTL. Das Thema „50 Jahre Kassette“ interessierte ganze 1,04 Mio. Menschen, darunter 540.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile von 4,1% und 5,7% blieben meilenweit unter dem RTL-Normalniveau. Ähnlich mies lief es um 20.15 Uhr für „Die Braut, die sich nicht traut“ von Sat.1: 860.000 Gesamt-Zuschauer reichten für 3,1%, 400.000 14- bis 49-Jährige für 4,0%.

5. kabel eins schlägt mit „Castle“ RTL und Sat.1, BR trumpft mit „Melodien der Berge“ auf

Zufrieden kann hingegen kabel eins sein. Mit drei Episoden „Castle“ erzielte der Sender bei den 14- bis 49-Jährigen Zuschauerzahlen von 470.000 bis 610.000 und Marktanteile von 4,7%, 5,6% und 6,2%. Alle drei Folgen blieben damit vor dem Sat.1-Film, zwei davon sogar vor der „ultimativen Chart Show“ von RTL. RTL II lockte mit „Mr. Bran macht Ferien“ immerhin 520.00 14- bis 49-Jährige (5,3%), Vox blieb mit „Law & Order: Special Victims Unit“ und „CSI: NY“ bei schwachen 3,2% und 3,7% hängen. Bei den kleineren Sendern trumpften vor allem Musik-Programme auf: Das Bayerische Fernsehen sammelte mit den „Melodien der Berge“ 970.000 Gesamt-Zuschauer (3,5%) ein, das mdr Fernsehen mit „Helene Fischer – Für einen Tag“ 690.000 (2,5%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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