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Twitter-Shitstom: Wie Robin Thicke zur Unperson wurde

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Was für einen Unterschied ein Sommer macht: Im vergangenen Jahr noch feierte Robin Thicke als breitbeiniger Partyhengst mit "Blurred Lines" den Megahit schlechthin – dieses Jahr wirkte er nur noch wie ein bemitleidenswerter Fremdgänger. Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums "Paula" erlebte Thicke nun auf Twitter sein Waterloo.


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Ist es die späte Abrechnung mit einem Gernegroß? So eine richtig große Nummer war R&B-Sänger Robin Thicke bis letztes Jahres nicht, obwohl er bis dato schon vier Alben veröffentlicht und ein paar Achtungserfolge vorzuweisen hatte. Der inzwischen 37-Jährige war nie in einer Liga mit Usher oder Justin Timberlake zu finden – dann kam das von Pharrell Williams produzierte „Blurred Lines“, das alles veränderte.

Man kann es getrost als eine Prolo-Hymne ersten Ranges bezeichnen, zu der alkoholisierte Jungspunde am Wochenende gerne mal steil gehen: „Hey, hey, hey – I know you want it.“ Es ist diese eine Textzeile, verbunden mit der unzensierten Videoversion des höchst fragwürdigen Star-Regisseurs Terry Richardson, der wenig später bei Miley Cyrus ganze Arbeit leistete, die Thicke vor allem bei Feministinnen in Verruf brachte.

Absturz nach unzensiertem „Blurred Lines“-Video

Ungünstig ausgelegt, konnte man Thickes Gassenhauer als Ermunterung zu sexueller Belästigung verstehen: „Ich weiß, Du willst es“. Dass Richardson Thicke im Video als Playboy inszenierte, dem die nackten Brüste von Model Emily Ratajkowski immer wieder lustvoll entgegengehalten wurden, machte die Sache offenkundig nur eindeutiger.

Getrost der alten Häme-Gleichung „Es geht solange gut, bis es schief geht“, waren die Revanchegelüste groß, als Thicke nach zuviel öffentlicher Schürzenjagd (man denke nur an die öffentlichen Anbandelungen mit Miley Cyrus oder Sylvie Meis) Anfang des Jahres von seiner Ehefrau Paula Patton verlassen wurde. Was die Sache allerdings nun noch schlimmer machte: Thicke gab den reuigen Sünder, der seit Monaten in aller Öffentlichkeit rumjammert, dass er seine Ex um jeden Preis wiederbekommen wolle.

Twitter-Nutzer grillen Thicke bei Fragestunde

Dafür hat Thicke keine Mühen gescheut und sogar sein neues Album, das heute in Deutschland erschienen ist, nach seiner verflossenen Ehefrau benannt: Paula. Das Echo auf den abgestürzten Frauenhelden ist indes vorhersehbar vernichtet – in den klassischen (The Atlantic: „Es ist eines der gruseligsten Alben aller Zeiten“) als auch sozialen Medien.

Wie man in dieser Situation allen Ernstes eine Fragestunde auf Twitter unter dem Hashtag #askthicke anberaumen kann, gehört wohl zu den größten Fauxpas, die sich Social Media Manager 2014 geleistet haben. Was Thicke nun vor zwei Tagen auf dem 140-Zeichen-Dienst zu lesen bekam, dürfte in den Annalen des Shitstorms einen Ehrenplatz bekommen:

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