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Zattoo & Co.: Warum WM-Gucken im Web tierisch nervt

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Bis zu 120.000 Zuschauer pro Spiel haben die Vorrunde der WM online auf Zattoo verfolgt. Das ist zwar ein großer Erfolg für den Live-TV-Dienst, doch ob auch die Nutzer so richtig viel Spaß bei den Rasenschlachten hatten, ist höchst fraglich. Denn das Schauen über Internet-Streams wird für das Publikum schnell nervig. Während Satelliten-Nutzer schon jubeln, sehen Zattoo-Nutzer die Tore erst knapp 30 Sekunden später.

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Live ist nicht gleich live: Bei der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft freuen sich einige Zuschauer früher als andere: Während die Fans auf dem benachbarten Balkon schon jubeln, ist der Torschuss auf dem eigenen Bildschirm noch nicht mal Sicht.

Obwohl der Internet-TV-Anbieter Zattoo laut dem Webvideo- und NewTV-Portal OneTVMag während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien große Erfolge für sich verbucht und bis zu 120.000 Zuschauer pro Spiel zählt, reicht die Qualität des Dienstes noch lange nicht an die der Satellitenübertragung ran. Und nicht nur zwischen Zattoo und Satellit zeigen sich Unterschiede, auch andere Streaming-Dienste hängen in der Übertragung deutlich hinterher.

Der Nachrichtendienst heise online hat die Verzögerungen der unterschiedlichen Anbieter exemplarisch unterstucht:

Zuerst jubeln Satellit-SD-Nutzer, kurz drauf Satellit-HD-Zuschauer. Zwei Sekunden später freut sich das Publikum mit einem DVB-T-Anschluss und drei Sekunden später diejenigen mit Kabel analog. Kabel SD/HD ist sechs Sekunden hinterher. Mehr als doppelt so lang (14 Sekunden) dauert es, bis die Abonnenten von Entertain SD/HD über das Geschehen Bescheid wissen, dicht gefolgt von den Magine-Abonnenten mit 16 Sekunden. Auf den letzten drei Plätzen liegen Das Erste Live mit 17 Sekunden, Zattoo mit 29 Sekunden und Couchfunk mit 40 Sekunden.

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WM online

Laut heise.de haben sich die Verzögerungen der Streaming-Anbieter bereits deutlich verbessert. Zu Beginn der WM hinkte zum Beispiel Magine noch sage und schreibe 90 Sekunden hinterher. Zattoo hingegen bleibt konstant. Zum Vergleich heise onlines Messung von Ende Juni:

Wm gucken

Nachtrag (03.07.2014): Nach eigenen Angaben ist die Verzögerung bei Magine mittlerweile auf 15-20 Sekunden gesunken.

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