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AP will Roboter-Journalisten jetzt auch für Bilanz-Berichte einsetzen

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Jetzt erobern die Roboter-Journalisten das nächste Ressort. In Los Angeles erstellte eine Maschine bislang automatisch Meldungen zu Erdbeben-Warnungen. Im Sportbereich setzen schon länger einige Agenturen Meldungs-Apparate für Spielberichte ein. Jetzt gibt die AP bekannt, dass künftig auch Geschäftsberichte vom Roboter produziert werden sollen.

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Die Agentur argumentiert, dass die Automatisierung der Bilanz-Berichterstattung dafür sorgt, dass man mehr Ressourcen in die Recherche von eigenen Investigativ-Storys zur Verfügung hätte und gleichzeitig über weit mehr Business-Meldung berichten könnte. So würde AP aktuell rund 300 Geschäftsberichte pro Quartal produzieren, die jeweils eine Länge zwischen 150 und 300 Wörtern hätte.

Mit Hilfe der Firma Automated Insights und speziellen Datensätzen von Zacks Investment Research, könnte die Agentur nun bis zu 4.400 Texte veröffentlichen. Passenderweise steigt AP gleichzeitig als Investor bei Automated Insights ein. Der geschäftsführende Redakteur der Associated Press, Lou Ferrara, verspricht, dass man trotzdem auch noch hintergründig und kritisch über die wichtigsten und interessantesten Bilanzen berichten würde. Jetzt hätten die AP-Journalisten endlich Zeit sich auf die Deutung der Zahlen zu konzentrieren.

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Ferrara betont in einem Blog-Postings, dass die Umstellung keine Kündigungen zur Folge hätten. Zudem verspricht er, dass alle vom Roboter erstellten Texte ein entsprechendes Hinweis-Label erhalten würden. Längst scheint es nur noch eine Frage der Zeit bis die Roboter auch erste Aufgaben in deutschen Redaktionen übernehmen.

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