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Neues Harald Schmidt-Dogma: „Finger weg von Inhalten“

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Stand heute ist die TV-Karriere von Harald Schmidt beendet. Einzige Ausnahme ist ein weiterer Auftritt beim "Traumschiff", über den er gerade mit dem Produzenten Wolfgang Rademann verhandelt. Das verriet der Ex-Late-Night-Talker in einem großen SW1-Radio-Interview. Ansonsten hat er keine Lust mehr auf den Stress ständig liefern zu müssen. Allerdings kann sich das bei Schmidt morgen auch gleich wieder anders anhören.

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Für zwei Stunden stand Schmidt am heutigen Montag dem Radio-Moderator Stefan Siller in seiner SWR1-Sendung „Leute“ Rede und Antwort. Schmissige Antwort auf die Frage, was eigentlich seine aktuelle Job-Beschreibung sei? „Privatier mit abgeschlossener Vermögensbildung“.

Damit war die Tonalität vorgegeben. Der ehemalige Talk-Profi plauderte locker und leicht vor allem über seine Unlust, noch einmal täglich eine Sendung machen zu müssen. Wenn er heute Nachrichten höre, freue er sich immer wieder „nicht mehr jedes Thema am Abend stemmen“ zu müssen. „In erster Linie empfinde ich das als Befreiung“. Deshalb lautet auch das neue Dogma seiner Produktionsfirma: „Finger weg von Inhalten“. Später betonte er noch einmal: „Ich will nicht mehr dem Zwang einer regelmäßigen Tätigkeit unterliegen“. Statt selber im Scheinwerferlicht zu stehen, „vermiete ich jetzt mein Studio. Ich bin jetzt Hausmeister“.

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Ein Comeback scheint sich der Ex-Kabarettist, Ex-Radiomann, Ex-Schauspieler und Ex-Late-Night-Talker wohl wirklich kaum vorstellen zu können. Tatsächlich wüsste er wohl selbst nicht, wie das aussehen könnte. „Das Schwierige ist heute, Formate zu etablieren. Da war ich nie gut“, erzählte er Siller. „Mein Format war ja auch geklaut“.

Das einzige, was der 56-Jährige heute noch macht, ist täglich schreiben. Allerdings streitet er jegliche Ambitionen ab, die Texte auch publizieren zu wollen. So sei der Satz: „Ich mache einen Blog“ seiner Meinung nach „eine Kapitulation“. Für Schmidt ist das eine andere Umschreibung von „Ich habe keinen Job“. Und als Arbeitsloser will er wohl dann doch nicht wahrgenommen werden.

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