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Abendzeitung setzt auf Stadtteil-Storys, Ex-Chef Mattes wird Berater

Mit der Abendzeitung auf der Suche nach verlegerischer Emanzipation: Martin Balle
Mit der Abendzeitung auf der Suche nach verlegerischer Emanzipation: Martin Balle

Kurz vor dem Stichtag 1. Juli nimmt das Konzept für die Abendzeitung München Formen an. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, werden zunächst nicht 25, sondern 30 und bis Jahresende 35 Mitarbeiter weiterbeschäftigt. Schwerpunkt: Stadtteil-Berichterstattung. Der neue Verleger Martin Balle holt als Berater den ehemaligen AZ-Chef Christoph Mattes.

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Auch 35 Mitarbeiter sind freilich ein deutlicher Schnitt gegenüber den knapp über 100 Mitarbeitern, die die Zeitung bisher beschäftigte. In der Süddeutschen Zeitung heißt es, die Lokalredaktion solle in der bisherigen Personalstärke weiterarbeiten, auch Lokalsport solle Teil der Zeitung bleiben. Der Schwerpunkt werde auf der Stadtteilberichterstattung liegen. Und: auch der Mantel, also die überregionalen Stücke, sollen in München produziert werden. Einen vorproduzierten Mantel, der vm Straubinger Tagblatt geliefert würde, soll es ausdrücklich nicht geben. Der Verlag in Straubing stelle lediglich einen „Textpool“, heißt es in der SZ.

Interessant: Als Berater hat Verleger Martin Balle den ehemaligen Geschäftsführer der AZ, Christoph Mattes, angeheuert. Bei Vertrieb und Anzeigen solle Mattes „mit an Bord sein“. Nicht mit an Bord sind wie bereits vermeldet Chefredakteur Arno Makowsky, den die SZ neulich mit den Worten zitierte, er sei „nicht der Mann fürs Heimatgefühl“. Dies ist als Anspielung auf die Ausrichtung der Tageszeitungen zu verstehen, die Verleger Balle in Bayern herausgibt. Der Boulevard, findet Makowsky, sei „keine Dorfstraße“.

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Vom 1. Juli an wird die Abendzeitung in einem etwas kleineren Format erscheinen – ebenfalls vor allem eine kostensenkende Maßnahme. „Mindestens ein Jahr“, sagte Verleger Balle der SZ, wolle er der Zeitung geben, um wieder auf die Beine zu kommen.

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