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WM-Zwischenbilanz: ARD und ZDF auf Rekordjagd

ZDF-WM-Duo Oliver Welke und Oliver Kahn
ZDF-WM-Duo Oliver Welke und Oliver Kahn

Die Hälfte der Spiele sind gelaufen, Zeit für eine erste WM-TV-Bilanz. Ergebnis: Für ARD und ZDF läuft alles bestens. Die Prime-Time-Spiele fanden noch mehr Zuschauer als 2010, das deutsche Team ist kurz davor, Rekorde zu brechen. Ebenfalls sehr populär: die Matches von Brasilien, Spanien, England, Frankreich und den Niederlanden.

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Qualitativ gab und gibt es einiges auszusetzen: die Reporterleistungen stoßen auf viel Kritik insbesondere in den sozialen Netzwerken, die Interviews von Katrin Müller-Hohenstein aus dem deutschen Lager sind weitgehend indiskutabel, Sidekicks wie Giovane Elber hätte man besser weggelassen und so manches Berichtchen mit Kuriosem vor, nach und zwischen den Spielen sollte zugunsten fachlicher Analysen lieber weggelassen werden. Doch es gibt auch Positives: So blüht Oliver Kahn an der Seite von Oliver Welke plötzlich auf und sorgt dafür, dass man den beiden Ollis gern zuschaut.

Quantitativ waren die beiden Topspiele der ersten 32 WM-Matches ganz klar die des deutschen Teams: 26,29 Mio. sahen den Sieg gegen Portugal, 24.54 Mio. das Unentschieden gegen Ghana – Public Viewer und Kneipen-Besucher wie immer nicht mitgezählt. Abseits der deutschen Nationalmannschaft interessieren sich die Fans hierzulande vor allem für die Spiele von Brasilien, Spanien, England, Frankreich und den Niederlanden. So liegt das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien mit 15,87 Mio. Sehern auf Platz 3 des bisherigen Rankings, dahinter folgen mit 15,28 Mio. Fans Spanien-Chile, mit 14,66 Mio. Uruguay-England und mit 14,56 Mio. Spanien-Niederlande. Die beiden Spiele der Franzosen erreichten jeweils mehr als 12 Mio. Fans.

Auch um 18 Uhr schauen viele Leute schon Fußball: Australien-Niederlande und Kolumbien-Elfenbeinküste durchbrachen an Werktagen die 9-Mio.-Marke, Italien und Costa Rica sahen am Freitag sogar mehr als 10 Mio. zu. Um Mitternacht lief es bisher für das Spiel England-Italien am besten: 7,48 Mio. sahen es in der Nacht vom Samstag, den 14. Juni auf Sonntag, den 15. Juni – ein Marktanteil von 56,4%. Die geringsten Zuschauerzahlen gab es bisher auf dem 18-Uhr-Sendeplatz für Mexiko-Kamerun (7,05 Mio.), um 21 Uhr für Südkorea-Algerien (8,13 Mio.) und um Mitternacht für Russland-Südkorea (2,79 Mio.).

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Ein Vergleich mit der vorigen WM ist angesichts der unterschiedlichen Anstoßzeiten schwer möglich, doch zumindest die Spiele in der Prime Time lassen sich vergleichen. Dort kam die WM 2014 bislang auf durchschnittlich 13,60 Mio. Zuschauer, 2010 waren es mit 13,14 Mio. rund eine halbe Million weniger. Ob die WM 2014 auch in die Quoten-Geschichtsbücher eingeht, hängt natürlich massiv vom Abschneiden des deutschen Teams ab. Das Spiel gegen die USA, in dem es am Donnerstag um den Einzug in die K.O.-Runde geht, könnte durchaus schon einen Platz in der Alltime-Quoten-Top-Ten des deutschen Fernsehens ergattern:

Die Alltime-Top-Ten der TV-Quoten in Deutschland
Platz Sendung Sender Tag Mio.
1 WM: Deutschland – Spanien Das Erste 07.07.2010 31,10
2 WM: Deutschland – Italien ZDF 04.07.2006 29.66
3 EM: Deutschland – Türkei ZDF 25.06.2008 29,46
4 WM: Deutschland – Ghana Das Erste 23.06.2010 29,30
5 WM: Deutschland – Argentinien Das Erste 08.07.1990 28,66
6 EM: Deutschland – Tschechien ZDF 30.06.1996 28,44
7 EM: Deutschland – Spanien Das Erste 29.06.2008 28,05
8 WM: Deutschland – Australien ZDF 13.06.2010 28,03
9 EM: Deutschland – Italien Das Erste 28.06.2012 27,99
10 EM: Deutschland – Österreich Das Erste 16.06.2008 27,96
Quelle: MEEDIA-Recherchen
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