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Michael Schumacher: Diebe bieten Medien Krankenakte zum Kauf an

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Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht und in eine Reha-Klinik verlegt worden ist. Jetzt meldet sich Managerin Sabine Kehm erneut zu Wort: Aus der Klinik in Grenoble ist die Krankenakte des Ex-Formel-1-Stars gestohlen worden - und wird seit einigen Tagen Medien zum Kauf angeboten. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen, so Kehm.

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„Wir können nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt sind. Fakt ist jedoch: Die Unterlagen sind gestohlen“, teilte Schumachers Managerin am Montagabend in einem Statement mit. Laut Bild-Zeitung wurden die Unterlagen bereits Medien in Deutschland, England und Frankreich angeboten. Preis: mindestens 60.000 Franken  (etwa 50.000 Euro). Wie die Zeitung weiter berichtet, würde die Akte Details zu chirurgischen Eingriffen enthalten. Wer die Dokumente geklaut hat, ist völlig unklar. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

In ihrer Stellungnahme wies Kehm die Medien ausdrücklich darauf hin, dass der Ankauf der Unterlagen sowie die Veröffentlichung der höchst sensiblen und vertraulichen Daten strikt verboten sind. Sollten sich Medien oder Personen über das Verbot hinwegsetzen würde sofortige Strafanzeige „wegen der Verwirklichung aller in Betracht kommender Straftatbestände“ gestellt.

Fall Schumacher: Medien von Sensationslust getrieben
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Erst vor wenigen Tagen verkündete Kehm, dass Schumacher aus dem Koma erwacht und von Grenoble in eine Reha-Klinik nach Lausanne verlegt worden ist. Nach mehreren Wochen Ruhe verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer in internationalen Medien. Diese hatten den Fall Schumacher und das Leiden seiner Familie aufdringlich begleitet. Mit der Bekanntgabe des neuen Gesundheitszustandes, bat Kehm die Berichterstatter zudem um „Zurückhaltung„.

Diese explizite Bitte schien nötig: Wochenlang belagerten Journalisten das Krankenhaus von Grenoble, ein Reporter versuchte sich sogar als Priester verkleidet Zugang zu Schumachers Krankenbett zu verschaffen. Ehefrau Corinna hatte die Reporter sogar persönlich vor der Klinik dazu aufgerufen auch die Familie „in Ruhe“ zu lassen. Zwischenzeitlich kursierte sogar weltweit eine Falschmeldung über ein Aufwachen Schumachers.  Kehm kritisierte besonders die „Live-Ticker“ von Online-Medien, die selbst Irrelevantes zu Nachrichten aufbliesen. 
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