Anzeige

Süddeutsche Zeitung erweitert ab Herbst ihre Wochenendausgabe

SZ-Chefredakteur Kurt Kister: „Sitzen ist nichts für ADHS-Manager“
SZ-Chefredakteur Kurt Kister: "Sitzen ist nichts für ADHS-Manager"

Mehr Tiefe am Ende der Woche: Nach dem Vorbild des Zeit-Dossiers will künftig die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe ein Thema der Woche mit mehreren Artikeln beleuchten. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Zudem soll das Layout überarbeitet werden.

Anzeige
Anzeige

Bisher erscheint am Samstag der zusätzliche Teil „SZ am Wochenende“. Den hatte u.a. mal Alexander Gorkow verantwortet, später Gerhard Matzig. Nun leiten Tanja Rest und Christian Mayer das Ressort. In den vergangenen Jahren wurde der Wochenend-Teil um einige Seiten und Themen erweitert. Der ganz große Wochenend(ent)wurf blieb indes aus. Obwohl die Wochenendausgabe ja eigentlich eine Alternative zu der bereits vor Jahren im Entwicklungsstadium beerdigten Sonntagsausgabe der SZ werden sollte.

Die siebte Ausgabe kam nicht, die Aufwertung des Samstags vollzog sich nur in kleinen Schritten. Ab Herbst wird der Samstag nun offensiver als bisher als SZ-Kauf- und Lesetag vermarktet. Offenbar ist das Projekt Chefsache, wird also von SZ-Chef Kurt Kister begleitet. Wichtig ist die Erweiterung auch, weil der Spiegel spätestens ab Anfang 2015 am Samstag erscheinen wird. Dieser Schritt könnte mittel- und unmittelbar Auswirkungen auf das Kauf- und Leseverhalten der Zielgruppen haben, die Titel wie Zeit, FAS, Spiegel, SZ und Co. zumindest gelegentlich lesen.

Anzeige

Ausgebaut werden soll laut Spiegel auch der Wissenschaftsteil am Samstag. Das Gesamtkonzept der Samstagsausgabe soll schon in der Marktforschung getestet worden sein. Das Wochenende als Zeit-für-Medien-Tage wird schon seit mindestens 15 Jahren propagiert. Am Samstag sind Leser empfänglicher für Werbebotschaften und Freizeittipps, am Sonntag haben sie mehr Zeit, sich mal eine Stunde mit gedruckten Inhalten zu beschäftigen. Bereits 2010 hatte der SZ-Mitgesellschafter Johannes Friedmann in einem Spiegel-Interview angekündigt, die Münchner wollten der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit einer Offensive am Samstag Paroli bieten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*