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Deutsches Unentschieden gegen Ghana vor 24 Mio. Fans

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Miroslav Klose war der Held des Abends

Was gegen Portugal am Montag noch so mühelos aussah, war gegen Ghana am Samstag schon deutlich schwerer: Das zweite Vorrundenspiel der Deutschen sahen am Abend wieder über 20 Mio. Zuschauer, aber weniger als zum Auftakt sechs Tage zuvor. Für die Privaten war's ein rundum desaströser Tag.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Weniger Zuschauer als zum Auftakt, aber zweitbeste WM-Quote bisher für Deutschland – Ghana

Miroslav Klose sorgte 20 Minuten vor Schluss dafür, dass die deutsche Nationalelf ihren zweiten WM-Auftritt in Brasilien nicht mit einer Niederlage beenden musste und schoss das 2:2-Ausgleichstor, durchschnittlich 24,54 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren waren dabei – trotz der idealen Sendezeit am Samstagabend also knapp zwei Mio. weniger als die erste Begegnung vom Montag gegen Portugal sahen. Vor vier Jahren hatte Deutschland bei der WM schon einmal gegen Ghana gespielt, damals allerdings im 3. Vorrundenspiel vor über 29 Mio. Zuschauern. Der Marktanteil lag diesmal bei 76,3%. Und bei den jungen Zuschauern war das Interesse etwas größer: 9,87 Mio. sahen im Ersten, wie Deutschland seine Mühe hatte, sich durchzusetzen und erst in der zweiten Halbzeit richtig ins Spiel fand, der Marktanteil lag bei 83,6%. Und die „Tagesthemen“ in der Halbzeitpause kamen auf insgesamt 22,12 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren.

2. Last-Minute-Tor der Argentinier sehen fast 9 Mio., starke Werte nach Mitternacht

Am Vorabend überraschten die Iraner bereits mit einem sehr souveränen Auftreten gegen Argentinien in einem Spiel, das gerechterweise ebenfalls unentschieden hätte ausgehen müssen – wäre da nicht Messi gewesen, der in der Nachspielzeit doch noch ein Tor für die Argentinier schoss. Das Interesse im Gesamtpublikum war mit 8,93 Mio. groß (46,3%). Vermutlich wochenendbedingt kam das Mitternachtsspiel Nigeria – Bosnien-Herzegowina später über 4 Mio. (exakt 4,18 Mio.), wenngleich „nur“ mit 39,2%. Bei den jüngeren Zuschauern lagen die Marktanteile bei 49,7% und 41,4%, eingeschaltet hatten 3,3 und 2,25 Mio. 14- bis 49-Jährige.

3. Keine Chance für „Stubbe“ im ZDF, Private gehen völlig unter

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„Das Wort zum Sonntag“ hatte am gestrigen Abend mehr Zuschauer als der ZDF-Samstagsfilm – nämlich 3,63 Mio. vs. 2,64 Mio., wobei der Vergleich mehr als deutlich hinkt, schließlich lief die zuerst genannte Sendung in der Halbzeitpause des 0-Uhr-Spiels im Ersten, „Stubbe – Von Fall zu Fall“ musste im Zweiten direkt gegen die deutsche Mannschaft antreten und erreichte deswegen gerade mal 9,0%. Dennoch ist die Krimi-Wiederholung die erfolgreichste Sendung vom Samstag, die nicht im WM-Umfeld des Ersten lief. Im Anschluss rutschte „Ein starkes Team“ auf 1,81 Mio. und 5,7% ab. Am Vorabend holte „Der Bergdoktor“ 2,26 Mio. Wäre nicht „RTL aktuell“ mit 2,0 Mio. gewesen, müsste RTL das Formel-1-Qualifying für den Großen Preis von Österreich mit 1,47 Mio. Zuschauern am Nachmittag als erfolgreichste Sendung für sich verbuchen. Bei Sat.1 hatte „Richter Alexander Hold“ zur Mittagszeit die meisten Zuschauer (1,42 Mio.).

4. RTL, ProSieben und Sat.1 am Abend fast ohne junge Zuschauer

Entsprechend desaströs sehen auch die Werte im jungen Publikum aus. Aus der Primetime ab 20.15 Uhr schaffte es keine einzige Sendung in die Top 20 der 14- bis 49-Jährigen. Auf ProSieben sahen erst 0,36 Mio. „Die Echelon-Verschwörung“, später 0,17 Mio. „Das Gesetz der Ehre“, das reichte für Marktanteile von 3,4% und 2,0%. Sat.1 hatte Kevin Costner als „Robin Hood: König der Diebe“ von 1991 aus der Schublade gezaubert und schaffte 2,8% (0,3 Mio.). Bei RTL lief „Miss Undercover“ mit Sandra Bullock, in der eigenen Relevanzzielgruppe aber auch bloß vor 390.000 14- bis 59-Jährigen (2,5%), „The Losers“ wurden ihrem Titel später gerecht (0,43 Mio. und 2,9%). Bei den 14- bis 49-Jährigen war mit 0,61 Mio. das erfolgreichste RTL-Programm am Samstag – „Das Wetter“.

5. RTL II am Abend unter 1%, Vox am erfolgreichsten nach 0 Uhr

2,5%, 1,5%, 1,7% – so sehen die Marktanteile im jungen Publikum aus, die kabel eins mit „Navy CIS“ erreichte. Die erfolgreichste Vox-Sendung bei den 14- bis 49-Jährigen hieß „Lie to Me“ und lief um 0.21 Uhr in der Nacht (0,4 Mio.), RTL II kam mit „Magma – Die Welt brennt“ am Mittag auf 0,31 Mio. junge – und dann nicht wieder darüber hinaus. Am Abend reichte es für „Hallo, Mr. President“ nämlich gerade mal für 0,8% Marktanteil. 3sat sendete am Abend live vom Hurricane Festival 2014 in Scheeßel, wo allerdings vor der Bühne vermutlich mehr Zuschauer standen als zuhause vorm Fernseher saßen. Bei den 14- bis 49-Jährigen entschieden sich 40.000 für Musik statt Fußball, rund 70.000 Karten wurden fürs Festival verkauft.

Achtung: Ab sofort finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stelle.

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