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Spielerfrauen, Stenger, Lierhaus: die WM-Strategien gegen ARD und ZDF

Während der WM unterwegs: Spielerfrauen, Ex-DFB-Mitarbeiter und Monica Lierhaus
Während der WM unterwegs: Spielerfrauen, Ex-DFB-Mitarbeiter und Monica Lierhaus

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist in vollem Gange. Für die TV-Übertragungsrechte haben ARD und ZDF ein Vermögen hingeblättert und feiern damit Quotenerfolge. Doch auch die Konkurrenz, von TV-Sendern bis hin zu Online-Medien, will ihren Teil vom WM-Kuchen. MEEDIA hat die WM-Strategien der Privatmedien unter die Lupe genommen. Von Spielerfrauen, einem Ex-DFB-Sprecher bis hin zu Monica Lierhaus.

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Nicht alles ist käuflich. Gute Einschaltquoten aber schon, zumindest wenn die Fußball-Weltmeisterschaft läuft. Die öffentlich-rechtlichen Sender werden dieses TV-Jahr äußerst zufrieden abschließen. Das ist jetzt schon klar. Doch auch die Konkurrenz will von der Aufmerksamkeit des Turniers etwas abhaben – ohne teure Lizenzen hinzublättern. Teils haben sich die Medien so gut aufgestellt, dass sich ARD und ZDF mit Sicherheit schon ein paar Male geärgert haben und der DFB sogar Angst hat, dass zu viele Informationen unreguliert an die Öffentlichkeit gelangen. 

Spielerfrauen sind besonders für Boulevardmedien ein beliebter Zugang zum Sport. Besonders während Europa- und Weltmeisterschaften lächeln die – meist – schönen Frauen von zahlreichen Hochglanzcovern – oder wandern durchs Bewegtbild. Die Durchstarterin dieser WM ist Cathy Fischer – obwohl fraglich ist, wohin sie startet. Als Sky Sports HD und Bild.de verkündeten, die 26-Jährige Freundin von Mats Hummels als Expertin zu engagieren, klang dies nach einem klugen Schachzug. Immerhin haben Spielerfrauen eine direkte Verbindungen zur DFB-Elf. Doch als Style-Expertin gibt Fischer nur Tipps, wie man Cocktails mixt oder erzählt, was sie von der fehlenden Brustbehaarung von Portugal-Kicker Cristiano Ronaldo hält. Zuletzt rannte die Moderatorin gemeinsam mit Ex-Spielerfrau Simone Ballack ins Abseits.

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Flop-Fischer ist für Bild ein Segen. Der Beef der Mädels beherrscht tagelang die Schlagzeilen. Als seriöses Sportangebot landete Sky allerdings einen Coup: Die Münchener holten Ex-„Sportschau“-Moderatorin Monica Lierhaus nach ihrem Schicksalsschlag zurück in die Sportberichterstattung. Für ihre Interview-Reihe „Monica Lierhaus trifft…“ kamen bereits vor der WM u.a. USA-Trainer Jürgen Klinsmann, Jogi Löw und DFB-Manager Oliver Bierhoff. Exklusive Interviews, die sicher auch die Öffentlich-Rechtlichen genommen hätten.

Soap-Star Sila Sahin profitiert von der WM, obwohl Freund und Dortmund-Spieler Ilkay Gündogan gar nicht mitkickt. Der Musiksender joiz hat die 28-Jährige als Moderatorin der WM-Sendung „#BraSila“ (witziges Wortspiel, aber Sahin ist Deutsch-türkin) engagiert.

Die im Voraus der WM interessanteste Personalie war die Berufung Harald Stengers als Spiegel-Online-Korrespondent. Stenger war bis vergangenes Jahr Sprecher der DFB-Elf und gehörte zu den engsten Vertrauten von Jogi Löw. Für die Nationalmannschaft also eine pikante Nachricht, könnte Stenger doch seine alten Kontakte und guten Verbindungen nutzen, um an exklusive Inhalte zu kommen. Aber weit gefehlt. Wie der Kölner Express berichtet hat, ist Stenger vom DFB mit einem Interviewverbot ausgebremst worden. Zwar hindert es den Journalisten nicht an der Hintergrundrecherche. Es erschwert ihm allerdings die Arbeit. Laut Express heißt es seitens des DFB, dass Spiegel Online keine Rechte für Exklusivinterviews erworben habe und deshalb auch keine bekommt. Gesendet  wird natürlich trotzdem.

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