Anzeige

Springer steigt beim europäischen Google-Konkurrenten Qwant ein

Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer bei der Axel Springer SE und Geschäftsführer von Axel Springer Digital Ventures
Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer bei der Axel Springer SE und Geschäftsführer von Axel Springer Digital Ventures

Springer ist über das Tochterunternehmen Axel Springer Digital Ventures mit 20 Prozent bei der französischen Suchmaschine Qwant.com eingestiegen. Qwant will eine europäische Such-Alternative zu Google sein, die auf Anonymität und Privatsphäre setzt. Seit März 2014 ist Qwant auch in Deutschland aktiv.

Anzeige
Anzeige

Bei Qwant erfolgt laut den Betreibern die Suche im Internet anonym. D.h. die Suchmaschine „merkt“ sich nicht wie Google, was die Nutzer vorher eingetippt haben. Google nutzt vorherige Suchanfragen, um automatisch Vorschläge zu machen, was man suchen könnte. Außerdem bezieht Google auch das Such-Verhalten anderer Nutzer mit ein. Diese Technik hat Google schon viel Kritik eingebracht, da bereits beim Eintippen weniger Stichworte teils diffamierende Such-Vorschläge angezeigt wurden – weil eben andere Nutzer nach ebensolchen Begriffen gesucht hatten.

Qwant bietet – wie auch Google – Suchergebnisse aus Social Media Angeboten, Nachrichten, Bildern und Videos. Springer und die Franzosen nennen das ganz hype-modern „360-Grad-Überblick“. Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer bei der Axel Springer SE und Geschäftsführer von Axel Springer Digital Ventures sagt zu dem Engagement: „Auf dem Suchmarkt gibt es zahlreiche Innovationen. Um daran teilzuhaben und zu lernen, beteiligen wir uns an einem jungen Unternehmen, das hier Vielfalt und neue Impulse einbringt.“

Anzeige

Der Deal soll vermutlich auch in Richtung Platzhirsch Google wirken, mit dem Springer traditionell über Kreuz liegt. Gerade erst hat die VG Media, die neue Verwertungsgesellschaft der Verlage, auf Basis des Leistungsschutzrechts eine Klage gegen Google eingereicht. Springer zählte neben Burda Media zu den eifrigsten Verfechtern eines Leistungsschutzrechts in Deutschland. Und zu den schärfsten Kritikern von Google.

Qwant hat 25 Mitarbeiter und sitzt in Paris. Über den Kaufpreis für die 20 Prozent ist nichts bekannt.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*