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Sony erwirkt bei Fifa-WM Beats-Verbot

No Beats please: Sony will nicht, dass sich Götze & Co mit Beats-Kopfhörern zeigen
No Beats please: Sony will nicht, dass sich Götze & Co mit Beats-Kopfhörern zeigen

Da wurde es jemandem wohl buchstäblich zu bunt: Die neue Apple-Tochter Beats erfreut sich unter den Fußballstars bekanntlich größter Beliebtheit – Mario Götze & Co wärmen sich nur allzu gerne öffentlich mit den klobigen Kultkopfhörern auf. Geht gar nicht, fand Fifa-Sponsor Sony – und erwirkte nun Stadion-Verbot
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Man muss sich die Fifa, die rund um den Globus für augenscheinlich für so viel Freude sorgt, als eine bis letzte Detail verschworene Gemeinschaft vorstellen, die Regeln aufstellt, von denen man nicht mal wusste, dass es sie gibt, bis sie vermeintlich gebrochen werden. Wie es indes hinter den Kulissen vorgeht, verliert sich schnell im Spekulativen, doch alle paar Monate öffnet sich der Vorhang immer mal wieder einen Spalt.

In Zeiten der Fußball-WM fallen die Einblicke ein bisschen länger aus. Es geht um die Dinge, die man auf und vor allem am Rande des Spielfelds sehen darf oder auch nicht. Alles ist reglementiert, alles ist offiziell: sogar ein offizielles Smartphone gibt es zur WM – das Xperia Z2 vom Sony.

Beats gelingt mit WM-Clip Viral-Hit

Warum es nicht das weitaus beliebtere iPhone oder Galaxy S5 geworden ist? Weil sich Sony seit Jahrzehnten offizieller Sponsor der FIFA Fußball WM nennen darf – und dafür erhebliche Summen zahlt. Und wer zahlt, bestimmt die Musik. Sony nahm diese Binsenweisheit nun wörtlich und erwirkte die Verbannung von Beats-Kopfhörern aus den sieben WM-Stadien.

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Man kann es eine Panik-Reaktion nennen: Zum WM-Start überraschte die neue Apple-Tochter nämlich gerade erst mit einem veritablen Viral-Hit. „Beats by Dre: The Game before the Game“, der eigentlich für das neue Modell Solo 2 wirbt, verbreitete sich mit seiner Hommage an die WM, in der Brasiliens Superstar Neymar, Mario Götze und Bastian Schweinsteiger auftreten, auf YouTube rasend und verbuchte in knapp zwei Wochen bereits 15 Millionen Besuche.

Sonys Beats-Verbot könnte zum Eigentor werden 

Offenbar zu viel für Sony, das nun offiziell die Rote Karte für den coolen Konkurrenten erwirkte: Wie Reuters berichtet, dürfen Beats-Kopfhörer von WM-Teilnehmern nicht mehr im Stadion oder bei offiziellen WM-Events getragen werden. Stattdessen stattete der kriselnde Tech-Pionier aus Japan die Spieler mit Sony-Kopfhörern aus.

Der Schuss dürfte indes buchstäblich nach hinten losgehen. „Wenn die Fans die Spieler in der Freizeit mit Beats Kopfhörer sehen, hat das einen größeren Werbeeffekt, als wenn sie Spieler beim Zuschnüren von Adidas-Schuhen sehen“, erklärt Marketing-Expertin Ellen Petry Lease gegenüber Reuters. „Beats ist schließlich kein Sponsor, daher ist die Botschaft viel authentischer und glaubwürdiger“. Es scheint fast, als hätte HipHop-Superstars Kanye West mit seiner Einschätzung zum Apple-Beats-Deal am Ende doch recht…

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