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So würden Magazin-Cover aussehen, wenn Superhelden echte Promis wären

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Wie halten sie sich fit? Wen lieben sie? Was wollen sie? MediAvengers heißt das Projekt der Künstlerin McG, die sich die Frage stellt: Welche Stories würde wohl Presse machen, wenn Superhelden wie die Avengers reale Promis wären? Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen. Es ist eine charmante Ohrfeige gegen den modernen People-Journalismus.

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Herausgekommen sind bislang über 120 Titelblätter von 50 unterschiedlichen Publikationen, darunter Life & Style, OK!, Time, Wired und viele mehr. „Wenn man einmal berühmt ist, denkt die People-Presse, dass Du ihnen gehörst – egal, ob Du ein Entertainer oder Politiker bist oder etwas Heldenhaftes getan hast“, erklärt McG gegenüber Wired. „Wenn die Leute einmal über Dich reden, dann gibt es keine Privatsphäre mehr.“

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Umso charmanter ist ihr Ansatz, Superhelden für die fiktiven Coverstories zu wählen. Schließlich sind diese dafür bekannt, stetig zwischen Anonymität und Prominenz hin- und herzuwechseln. Der Milliardär Bruce Wayne wird in der Nacht zum Batman, und Superman tarnt sich als Zeitungsreporter.

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Dabei ist die Arbeit von McG mehr als bloße Fan-Fiction für Anhänger von Thor, Iron Man und Co.. Die Künstlerin will, dass die Leser ihr eigenes Verhalten hinterfragen: „Ich will, dass sie lachen. Aber mein oberstes Ziel ist es, darauf hinzuweisen, wie wir theoretisch mit Superhelden in den großen Medien umgehen würden – und wir wir auf sie im ganz normalen Leben reagieren würden.“

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Dafür hört McG auch nicht bei den pointiert formulierten Cover-Headlines und passenden Motiven auf, sondern entwirft komplette Stories mit vermeintlich enthüllenden Aufnahmen und fingierten Fakten.

Was die Kreationen der Künstlerin so glaubwürdig macht, ist die smarte Kombination typischer Yellow-Mechanismen, wie etwa verrauschte Paparazzi-Schnappschüsse, zweifelhafte Collagen, und reißerischen Überschriften, die sich nur allzu gut auf reale Promis übertragen lassen. Auf diese Weise schafft es McG, ihre Leser nicht nur zum Lachen zu bringen. Ihre Arbeit regt auch zum Nachdenken an – nicht nur Leser, sondern vielleicht auch Vertreter der People-Presse.

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