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Die Methode Cathy Fischer: ganz ohne Karriere zur Hassfigur

Simone Ballack spielt sich in den Vordergrund und lässt Cathy Fischer dumm dastehen.
Simone Ballack spielt sich in den Vordergrund und lässt Cathy Fischer dumm dastehen.

Als sich Cathy Fischer, Freundin von Mats Hummels, von Sky und Bild als Lifestyle-Expertin verpflichten ließ, klang das vielleicht nach einem klugen Schachzug in Sachen Selbstvermarktung. Mit Bild in Brasilien glänzt die 26-Jährige aber nicht durch sinnvolle Kolumnenbeiträge, sondern irrlichtert durch die Welt der sinnfreien Web-Videos.

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Hätte Mats Hummels ihr doch mal Abseits erklärt. Vielleicht stünde Cathy Fischer dann nicht ständig in der Falle. Was für ein großer Deal, was für eine Chance, wird sie sich gedacht haben, als das Medienhaus Axel Springer am Telefon war und sie nach einem exklusiven Engagement für Bild.de gefragt hat. Sie hat wohl nicht geahnt, dass ihr Job als WM-Stylekolumnistin nach hinten losgehen könnte.

Ihr Auftreten beim Online-Portal der Bild-Zeitung bettelt geradezu nach Spott und Häme. Und es wird prompt geliefert. In Cathys „Style-Pass“ lässt sich die Moderatorin (oder ist sie Model?) während ihres Aufenthalts in Brasilien begleiten – einen tieferen Sinn dahinter gibt es nicht. So durfte Fischer vor den Reportern „Ich packe meinen Koffer“ spielen, ließ sich dabei begleiten, wie sie in Sao Paolo einen Caffé Latte  „Soja Latte“ bestellte und auf den Wochenmarkt ging. Ganz schön aufregend so ein Tag im Leben der Cathy Fischer. Wie sinnfrei ihr Engagement bei Bild.de ist, zeigt jetzt ausgerechnet eine, die sich selbst selten ins Rampenlicht stellt. Michael Ballacks Ex-Frau Simone. Auf Facebook veröffentlichte sie eine Parodie des „Ich packe meinen Koffer“-Videos und äffte Grinsebacke Fischer mit quiekender Stimme und hyperaktivem Gehampel nach.

Ein von der 38-Jährigen, mittlerweile Geschäftsfrau, perfekt platzierter Aufreger für die Boulevardmedien – also schoss Ballack noch gleich ein weiteres Video hinterher. Gegenüber der Bild-Zeitung beteuerte sie selbstverständlich, dass das Video ganz „spontan“ entstanden sei, als sie in ihrem Restaurant „Chickeria“ (der Name!) herumgeblödelt hätte. „Ich habe die Videos dann ohne Hintergedanken gepostet“. Wer sie kenne, wisse, „dass ich öfter so einen Scheiß mache“. Und: „Ich hätte nie gedacht, dass das so Kreise ziehen würde“. Ja, ist schon klar.

Aber: Alles gar nicht so schlimm beteuerten beide bei Bild. Das sei alles ganz witzig gemeint und niemand ist sauer auf die andere. Wieso auch? Die PR-Masche hat gezogen. Für Fischer geht sie sogar weiter. Die schamlosen Bild-Reporter haben die Spielerfrau in Brasilien unter eine als „WM-Studio“ gekennzeichnete Gartenlaube gesetzt, wo sie ihrer Kollegin „fachmännisch“ Anweisungen für ein besseres Kopieren der Cathy Fischer geben darf. Ballack müsse noch „die goldene Mitte“ finden.

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Was war die Hoffnung groß, als Fischer damals in einem Bild-Interview unbedingt anders sein wollte, als andere Spielerfrauen – immerhin hat sie ja ein BWL-Studium mit der Note 2,3 abgeschnitten. Aber naja. In sozialen Netzwerken und Medien wird Cathy Fischer schon „meistgehasste“ Spielerfrau genannt. Nach der Karriere der Sylvie Meis ist das auch keine ganz kleine Leistung, zumal Fischer das ganz ohne Karriere geschafft hat, wie auch Komiker Micky Beisenherz feststellte:

Der Doppelpass der Spielerfrauen rächt sich nun auch auf Facebook. Auf ihrer Fanpage hat Simone Ballack einen Aufruf gegen Beleidigungen starten müssen, weil die Nutzer dort zum Ausdruck bringen, was sie von diesem speziellen WM-Duell eigentlich halten. Wer hätte das ahnen können?

Update: Das Posting von Simone Ballack ist mittlerweile gelöscht worden.
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