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Stimmen zum Sieg des DFB-Teams: Müller „a rechter Sauhund“

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Für viele Zeitungen und Online-Portale ließ sich die Auftaktpartie in dem Satz zusammenfassen „Es müllert wieder“. Weil ebenfalls am gestrigen Montag auch noch bekannt wurde, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht ist, titelte der Berliner Kurier gleich mal „Oh Happy Day“. Die meisten anderen Sportseiten setzten sich auch ernsthaft mit den Sieg des DFB-Teams auseinander. Hier ein Überblick:

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In der FAZ kommentiert Michael Horeni: „Aus den vielen Fragezeichen um Personal und Positionen machen die Deutschen in Salvador da Bahia ein großes Ausrufezeichen!“ Weiter schreibt er: „An dem Premierentag, an dem so vieles stimmte, war von Beginn an auch das Spielglück auf deutscher Seite. Aber das gehört bei einer WM eben auch dazu, wenn man Erfolg haben will.“

In der Frankfurter Rundschau beschäftigt sich Jan Christian Müller auch mit der Zeitungs-Kolumne eines Ex-Kickers: „Michael Ballack, der alte Capitano, hatte vor dem Spiel in seiner Kolumne in der englischen Times Siegermentalität eingefordert. ‚Es gibt keine Entschuldigungen diesmal‘, schrieb der 37-Jährige ultimativ und ergänzte mit skeptischem Unterton: ‚Wenn die deutschen Spieler mit der Presse reden, sagen sie, sie hätten eine Gewinner-Mentalität. Jetzt können sie es beweisen.‘ Das taten sie dann eindrucksvoll.“

Bild-Berliner-Kurier

Eine gute Nachricht für Nostalgiker und Statistikfreunde hat Klaus Hoeltzenbein in der Süddeutschen. „Gut, dann fängt man am besten doch mal ganz oben an. Die Mannschaft hat die Messlatte selbst sehr hoch gelegt: 4:1 gegen die Türkei, 1:0 gegen Chile, 4:1 gegen Jugoslawien – 1954, 1974, 1990, bei den bislang drei deutschen WM-Triumphen haben stets Auftaktsiege die Richtung gewiesen. Die Zitterspiele kamen später.“

Für 11 Freunde beschäftigt sich Tim Jürgens mit Thomas Müller: „Drei Tore gegen Portugal und ein cleveres Scharmützel mit Schlüsselspieler Pepe erbringen den Beweis, dass das deutsche Team sich weder Gedanken um einen Leitwolf noch um eine Sturmspitze machen muss. Die eierlegende Wollmilchsau heißt: Thomas Müller.“

Für die taz war der Sieg gegen Portugal eine „kollektive Smartness-Demonstration“. Jan Feddersen schreibt weiter: „Die deutsche Stimmung hingegen könnte aufgeräumter nicht sein. Keine nationalistischen Aggressionen bei den Public Viewings – wie jemand sich privat aspiriert, muss einerlei bleiben –, kein chauvinistischer Jubel der Spieler selbst. Man hofft natürlich, dass Thomas Müller seinen beim FC Bayern München angelernten Hochmut nicht auf seine DFB-Kollegen überträgt“.

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In der Welt schaut sich Tobias Escher die Taktik der Deutschen näher an. Seine Analyse: „Mit Aufstellung und Taktik hat Joachim Löw zum Auftakt alles richtig gemacht. Das Spiel gegen Portugal ist eine Blaupause, wie man bei dieser WM Erfolg haben kann. Das Zauberwort lautet: Rhythmus.“

Die Bild ist sich dagegen schon sicher: „Das wird unsere WM“

Bei Spiegel Online schreiben Rafael Buschmann und Peter Ahrens: „Es wäre wohl übertrieben, von einem taktischen Meisterstück Löws zu reden. Aber Fakt ist: Der Bundestrainer hat das portugiesische Spiel genau gelesen, er hat es entschlüsselt – und er hat es entwaffnet. Ronaldo wirkte am Ende nur noch wie ein mal lustloses, mal trotziges Kind. Vom Weltfußballer war nichts mehr übrig geblieben. Es machte ihm und all seinen Teamkollegen einfach keinen Spaß, gegen diese kompakte deutsche Mannschaft spielen zu müssen.“

Auch die internationale Presse feiert das DFB-Team. So schreibt Lance aus Brasilien: „Deutschland massakriert Portugal mit drei Toren von Müller. CR7 verliert sich in dem germanischen Tanz.“

Die spanische Marca meint: „Dampfwalze Müller. Deutschland überrollt Cristianos Portugal.“

Fast schon Nüchtern meint dagegen der Guardian: „Thomas Müllers Hattrick und Pepes Gereiztheit versenken heruntergekommene Portugiesen.“

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