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Deutsche Mannschaft startet 4:0 in die WM, über 26 Mio. sehen zu

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Thomas Müller verhalf der deutschen Mannschaft zu einem glänzenden WM-Start

Am Montagabend startete die WM endlich auch für die deutsche Nationalelf und sorgte für herausragende Zuschauerzahlen im Ersten. Im jungen Publikum tendierte der Marktanteil am Vorabend Richtung 90%. Das Interesse am "RTL aktuell spezial" zu Michael Schumacher war später eher verhalten, "Chicago Fire" erwischte einen guten Start bei Vox.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. Deutscher WM-Auftakt gelungen: über 80% Marktanteil fürs Erste

„Da war eines schöner als das andere“, sagte Thomas Müller am Montag über seine drei Tore im Auftaktspiel gegen Portugal – und mit großer Wahrscheinlichkeit pflichten ihm 26,36 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren bei. Exakt so viele hatten ab 18 Uhr das Erste eingeschaltet, um zu sehen, wie sich Deutschland gegen seinen ersten Vorrundengegner in Salvador schlägt. Der Marktanteil lag bei herausragenden 81,8%. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 86,4% sogar noch besser aus – 11,0 Mio. waren dabei, wie Müller die deutsche Mannschaft in der 12. Minute durch ein Foulelfmeter in Führung schoss. Zur WM vor vier Jahren hatten übrigens geringfügig mehr Zuschauer das erste Spiel der Deutschen gegen Australien gesehen, nämlich 28,03 Mio. Die Begegnung lief aber auch an einem Sonntagabend um 20.30 Uhr.

2. Überschaubares Interesse am Schumacher-Spezial von RTL

Mit einem „RTL aktuell spezial“ schaltete sich RTL nach dem Deutschland-Spiel ab 20.15 Uhr ins reguläre Wiederholungsprogramm, berichtete über den nicht mehr im Koma liegenden Michael Schumacher – und tat sich damit aus Seriositätsgründen vermutlich eher keinen Gefallen. Insgesamt interessierten sich 1,94 Mio. Ziuschauer ab 3 Jahren (6,0%) für die halbstündige Sendung, die ohne größeren Informationswert auskam. Bei den 14- bis 59-Jährigen reichte es gerade mal für 6,9% Marktanteil (1,26 Mio.), bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern sah’s mit 0,89 Mio. und 7,1% kaum besser aus. Im Anschluss wollten insgesamt 1,92 Mio. und 2,23 Mio. eine alter Folge von „Rach der Restauranttester“ sehen, der zwar inzwischen fürs ZDF tätig ist, was RTL aber nicht davon abhält, in den kommenden Wochen noch einmal ein paar Folgen in der Primetime zu zeigen. Im jungen Publikum (14 bis 49 Jahre) waren zunächst 7,0% drin, die spätere Folge steigerte sich immerhin auf 9,6%. 0,89 und 1,03 Mio. sahen zu. „Extra“ kam nachher auf 10,6%.

3. Trotz Stolperfußball: 21-Uhr-Begegnung zwischen Iran und Nigeria vor großem Publikum

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Ab 21 Uhr zeigte das Erste das weitaus weniger euphorisierende Spiel Iran – Nigeria, in dem sich die beiden Mannschaften nach 90 Minuten Stolperfußball mit 0:0 trennten. Das Interesse war, gemessen an der eher enttäuschenden Begegnung, groß: 9,48 Mio. sahen im Ersten zu, davon 4,4 Mio. junge im Alter von 14 bis 49 Jahren. Die Marktanteile lagen bei 33,6% und 39,4%. Ungefähr auf ähnlichem Niveau wie in der Nacht zuvor pendelte sich das 0-Uhr-Spiel Ghana – USA ein, den beiden Gruppengegnern der deutschen Mannschaft, die in Natal spielten und 3,61 Mio. deutsche TV-Zuschauer erreichten (47,5%) bzw. 1,73 Mio. junge (45,3%). Schwächer als am Wochenende präsentierte sich das ZDF, wo sich am Abend 3,82 Mio. entschieden, „Ein mörderisches Geschäft“ anzusehen. Der TV-Wirtschaftsthriller landete auf Platz 8 und war damit die meistgesehene Sendung im Gesamtpublikum ohne WM-Bezug – sofern man „Tagesschau“ (15,23 Mio.) und „Tagesthemen“ (9,06 Mio.) außen vor lässt. Die Doku „Die Maschen der Wohlfühl-Branche“ hatte um halb acht freilich keine Chance gegen den Fußball und landete bei 2,8% im Gesamtpublikum, „heute“ davor bei 3,7%.

4. Prima Einstand für Vox-Feuerwehrleute: „Chicago Fire“ startet mit guten Werten

Vox überbrückt den Sommer löblicherweise nicht ausschließlich mit Altbekanntem und startete am Montagabend das Actiondrama „Chicago Fire“ über die Ereignisse einer Feuerwache in Chicago, und zwar gleich in Doppelfolgen. Zumindest zum Auftakt wurde das vom Publikum belohnt: Mit 7,7% und 8,0% waren die beiden Episoden nach Rach und Fußball die erfolgreichsten Sendungen im jungen Publikum. 0,96 und 0,95 Mio. reichten für die Plätze 12 und 13 in den WM-dominierten Tages-Charts. (Wobei es für „CSI: NY“ dann schon wieder auf 6,6% runterging.) Mit „The Big Bang Theory“ muss sich ProSieben hinten anstellen (0,94 Mio. mit 7,2% und 8,8%). Insgesamt hatten 1,63 und 1,56 Mio. „Chicago Fire“ eingeschaltet.

5. „Der letzte Bulle“ ist nicht mehr erste Wahl, kabel eins und RTL II tun sich „Extrem schwer“

Wiederholungen vom „Letzten Bullen“ sind, so hat sich am Montag herausgestellt, offensichtlich kein so gutes Sommerprogramm, zumindest muss sich Sat.1 nun mit 4,7% und 5,7% in der jungen Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) abfinden. Insgesamt reichte es für 1,69 Mio. im Gesamtpublikum. Mit 530.000 jungen Zuschauern und 4,4% konnte „Die Herrschaft des Feuers“ auf kabel eins ebenfalls wenig ausrichten. Für „Extrem schwer“ in Überlänge sah’s bei RTL II ähnlich aus (4,3%).

Achtung: Ab sofort finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stelle.

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