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Obama, Merkel und der Fußball: Politik entdeckt die Social-Media-WM

Die Kanzlerin im Fußball-Himmel – dokumentiert via Social Media
Die Kanzlerin im Fußball-Himmel - dokumentiert via Social Media

Nach der Glanzleistung die Social Media-Inszenierung – das gehört längst zum guten Ton der Öffentlichkeitsarbeit der Nationalelf. Doch auch die Politik hat längst die positive Wirkung des Jubels im Social Media-Zeitalter entdeckt – und lässt die Kanzlerin zur Selfie-Darstellerin werden. Barack Obama gibt unterdessen wieder einmal den Vorreiter mit einem motivierenden Vine-Video, das die Wirkung nicht verfehlte.

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Wenn es noch eines letzten, eines allerletzten Beweises bedurfte, dass der Selfie gesellschaftsfähig geworden ist, dann lieferte ihn die Bundeskanzlerin höchst persönlich. In inniger Umarmung, Kopf-an-Kopf sah man Angela Merkel nach dem Schlusspfiff mit einem Lukas Podolski: Eine Pose, wie sie hunderttausendfach jeden Tag auf dem Foto-Dienst Instagram verbreitet wird, nur eben nicht mit der mächtigsten Frau der Welt.

Lukas Podolski, dem Merkel wie Mittelfeldmotor Bastian Schweinsteiger seit Sommermärchen vor acht Jahren besonders zugetan scheint, bekam dann sein Selfie mit der Kanzlerin, das er unter maximalem Social Media-Einsatz mit jeder Menge Hashtags („#selfie #dfb #poldi #aha #merkel #brazil #worldcup #brazil“) wie ein echter Internet-Profi auf allen drei großen Kanälen verteilte oder verteilen ließ: Erst Facebook, dann Instagram, dann Twitter, wo der frühere Kölner eine unschärfere, aber noch ausgelassenere Version mit Daumen nach oben einstellte.

Mashable adelt Merkel: „Regierungschefs der Welt, aufgepasst: So feuert Ihr Eure Mannschaft an“

Regierungssprecher Steffen Seibert legte unterdessen eine knappe Stunde nach dem Schlusspfiff auf Twitter das fast schon obligatorische Bild aus der Kabine nach, das international sogar noch größere Wellen schlug. „Deutschlands größter Fan bei der WM“, titelte das Tech-Blog Mashable und adelte die Kanzlerin: „Regierungschefs der Welt, aufgepasst: So feuert Ihr Eure Mannschaft an“, titeln die Techblogger zu einem Gif der dauerklatschenden Kanzlerin.

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Ob Barack Obama sich diese Botschaft zu Herzen genommen hat, ist nicht übermittelt. Fest steht: Keine zwei Stunden später wandte sich der Social Media-Präsident an das US-Team – stilecht über den neusten hochgelobten Social Media-Dienst – nämlich per Vine-Botschaft. Ganze fünf Sekunden brauchte der mächtigste Mann der Welt dafür: „Auf geht’s Team USA. Zeigt der Welt, aus welchem Holz wir geschnitzt sind“, erklärte Obama im kurzen Clip.

Team USA: Barack Obama feuert via Vine an, Jürgen Klinsmann jubelt per Twitter

Mit offenkundig durchschlagendem Erfolg! Nach einem packenden Kampf besiegte das Team von  Jürgen Klinsmann Ghana durch den Siegtreffer in den letzten Minuten mit 2:1. Der frühere Bundestrainer, der im Vorfeld noch um eine realistische Einschätzung gebeten hatte und von Titelchancen nichts wissen wollte, reagierte selbst auf Twitter mit einem völlig ausgelassenen Jubel-Tweet mit neun Ausrufezeichen:

Als Belobung bekam das US-Team nach dem unerwarteten Sieg dann auch noch ihren Kabinenbesuch, wenn auch  – anders als die deutsche Mannschaft –  „nur“ vom Stellvertreter: Vizepräsident Joe Biden gratulierte.

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