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WM bleibt unbesiegbar, noch 4 Mio. Zuschauer nach Mitternacht

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Mit 5:1 wiesen die Niederländer den amtierenden Weltmeister Spanien in seine Schranken

Nach einem aus Quotensicht sehr guten Start am Donnerstagabend baut das ZDF seinen Quotenvorsprung am Freitag noch aus. Die Partie Niederlande gegen Spanien sahen am Abend fast so viele Menschen wie das Eröffnungsspiel einen Tag zuvor. Selbst ab Mitternacht war das Interesse noch riesig.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Niederlage der Spanier gegen Oranje-Elf sehen fast 15 Mio.

Fünf Gegentore kassierte der amtierende Weltmeister Spanien am Freitagabend in seinem ersten Vorrundenspiel gegen die Niederlande, Robin van Persie und Arjen Robben waren in ihrem Element. Ab 21 Uhr sahen 14,58 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren, wie die die Spanier von ihrem Gegner vorgeführt wurden. Das reichte für 49,8% Marktanteil im Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern war der Wert mit 52,8% sogar noch geringfügig besser. 5,92 Mio. entschieden sich am Abend für das Spiel im ZDF. Nach dem Halbzeitpausen-„heute journal“ (13,95 Mio.) schiebt sich die Begegnung Mexiko gegen Kamerun am frühen Abend klar auf Platz 3 in den Tages-Charts. Ab 18 Uhr waren bereits 7,03 Mio. dabei (38,1% Marktanteil). Für die Analyse der Spanien-Niederlage blieben vorher noch 6,09 Mio. dran.

2. Erste Mitternachts-Begegnung mit fast genauso vielen jungen Zuschauern wie am Vorabend

Durch die Zeitverschiebung bedingt starten viele Spiele der diesjährigen WM für deutsche Zuschauer erst in der Nacht, zumindest am Freitagabend war das für viele aber kein Grund, nicht aufzubleiben: Den 3:1-Sieg von Chile gegen Australien sahen im ZDF ab 0 Uhr nämlich noch 4,06 Mio. (44,1%). Interessant sind die Werte vor allem im jungen Publikum, bei den 14- bis 49-Jährigen blieben zu später Stunde nämlich 2,32 Mio. wach. Damit erreichte das Spiel nur geringfügig junge Zuschauer weniger als die vorabendliche Begegnung der Mexikaner mit Kamerun, die auf 2,56 Mio. kam. Die beiden Spiele belegen in den Tages-Charts die Plätze 5 und 6 mit 39,9% und 48,7%.

3. Das Erste stemmt sich mit Melodram-Premiere gegen den Fußball

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Das erfolgreichste Gegenprogramm im Gesamtpublikum lieferte am Freitag erneut das Erste mit seinem Film „Die Kraft, die du mir gibst“, einem TV-Melodram mit Tanja Wedhorn, für das sich ab 20.15 Uhr nach der „Tagesschau“ (4,26 Mio.) immerhin 3,8 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren entschieden. Der Marktanteil lag bei 13,5%. Die „Tatort“-Wiederholung im Anschluss rutschte auf 7,2% ab, 1,88 Mio. waren in direkter Konkurrenz zum Spiel der Niederlande dabei. Die Kultursender traten am Abend mit starken Filmen an, bei 3sat erreichte das Caroline-Link-Drama „Im Winter ein Jahr“ 0,28 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren (1,0%). Arte lieferte die Premiere des Beziehungsdramas „Am Hang“ mit Henri Hübchen für 0,35 Mio. (1,2%). „RTL aktuell“ und „GZSZ“ waren die erfolgreichsten Programme der Privaten (2,45 und 2,01 Mio.).

4. „Chartshow“ hält RTL einigermaßen über Wasser, ProSieben und Sat.1 ohne Chance

Am Abend musste sich RTL derweil mit 1,82 Mio. Zuschauern für „10 Jahre Die Ultimative Chart Show – Die erfolgreichste Single der deutschen Chartgeschichte“ begnügen, deren Titel ungefähr so lang war wie die Sendezeit, obwohl es sich freilich um eine Wiederholung der Mallorca-Show von 2013 handelte. In den jungen Zielgruppen, sowohl bei den 14- bis 49-Jährigen als auch den 14- bis 59-Jährigen, die RTL für sich als Maßstab nimmt, blieben die Marktanteile einstellig, beide Male bei 9,2% (0,92 und 1,36 Mio.). Am Vorabend hatten 1,07 Mio. 14- bis 49-jährige Zuschauer „GZSZ“ eingeschaltet. Engster Verfolger in den Tages-Charts des jungen Publikums war ProSieben mit „The Big Bang Theory“ – Moment mal, sagen Sie, war doch gar nicht Montag gestern. Völlig korrekt, gemeint ist ja auch die Nachmittagsausstrahlung ab 14.30 Uhr, die 0,77 Mio. und 0,73 Mio. erreichte (Platz 12 und 13 nach der „Chartshow“). Den Abend kann man in München mal schön abhaken: „Takers – The Final Job“ kam auf 5,6%, nur 0,58 Mio. Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren waren dabei. Sat.1 erging es mit „Die Frauen von Stepford“ kaum besser (0,64 Mio. und 6,4%). „Switch reloaded“ sank danach auf 3,7%.

5. RTL II entwickelt WM-Immunität dank Bollywoodepos

Erstaunlicherweise halten sich die Verluste in der zweiten Liga der Privatsender einigermaßen in Grenzen, und einmal mehr hat RTL II gut Lachen. Mit dem Bollywoodepos „Lebe und denke nicht an morgen“ fand der Sender offensichtlich exakt das richtige WM-Gegenprogramm und erzielte 6,4% bei den 14- bis 49-Jährigen, was für den Sender von Chef Andreas Bartl gute Werte sind (anders als für den früheren Sender von Andreas Bartl, Sat.1). 0,65 Mio. sahen den Dreistundenfilm. Etwas weniger fit schleppte sich kabel eins mit „Castle“ durch den Abend (5,9%, 4,7%, 4,8%). Am ehesten hatte noch Vox zu leiden, wo „Law & Order: SVU“ am Abend mit 0,46 Mio. den Auftakt machte und 0,35 Mio. an „CSI: NY“ weiterreichte (4,9% und 3,2%).

Achtung: Ab sofort finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stelle.

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