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Die weitestgehende Einfallslosigkeit deutscher Blattmacher zur WM

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Endlich geht es los: Seit Wochen kennt jeder TV-Werbeblock fast nur noch ein Thema, viele Autos sind bereits beflaggt und die Balkone schwarz-rot-gold geschmückt. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien startet. Für die meisten Medien ist heute also irgendwie ein besonderer Tag. Nur leider spiegelt sich das auf kaum einer Titelseite wider.

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Ganz gegen ihre Gewohnheit geht die Bild das Thema beispielsweise diesmal höchst unemotional an und setzt auf ein Service-Stück. Die FAZ treibt das Understatement gar auf die Spitze und zeigt auch was Rundes, aber keinen Ball. Immerhin hat Weltkompakt ein wenig mehr Mut und setzt auf einen bunten Jesus und eine recht schmissige Zeile: „Halleluja, es geht los“.

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Ein schönes Cover-Motiv fand die Süddeutsche Zeitung, auch wenn man sich trotzdem große Mühe gibt, nicht allzu begeistert zu wirken. Die taz setzt einen gewohnten Kontrapunkt und beschäftigt sich mit dem Thema Flüchtlinge. Allerdings mit vielen Fußball-Anspielungen. Auch die Zeit traut sich diesmal das Thema auf ihre Titelseite zu heben. Unabhängig von der negativen Zeile („Darf man Fußball auch hassen?“) wirkt das Cover nicht gerade so, als ob die Art-Direktion viel Spaß gehabt hätte.

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Die meisten Tageszeitungen setzen dem noch eins drauf und zeigen gelangweilt ein paar Agenturbilder vom Weltpokal, Fans oder Stadien.

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Zur Ehrenrettung der einheimischen Blattmacher sei allerdings kurz auf den gelungenen stern verwiesen und gesagt, dass es im Ausland kaum besser aussieht. Ausnahmen sind unter anderem die französische Sportzeitung L’ Equipe oder die Sun. Die britische Boulevardzeitung zieht beispielsweise ganz groß auf und bringt ganz England aufs Cover.

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