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kicker, Sport Bild & Co.: der große Vergleichstest der WM-Sonderhefte

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Wer derzeit einen gut sortierten Kiosk besucht, wird förmlich erschlagen von Print-Magazinen zur Fußball-WM: Massenhaft Sonderhefte kämpfen um die Aufmerksamkeit und den Geldbeutel der Leser. MEEDIA hat 11 der Magazine gelesen und präsentiert nun den großen Vergleichstest: Welches ist das ultimative WM-Sonderheft, der perfekte Begleiter für Brasilien 2014?

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Für unseren Test verwenden wir bis auf eine Ausnahme die selben Kategorien und das selbe Wertungssystem wie bei unserem Bundesliga-Sonderheft-Vergleich im Juli 2013. Für alle 11 Magazine vergeben wir in sieben Kategorien Punkte:

– Aktualität: Sehr wichtig für die Sonderhefte,  die ja WM-Begleiter sein wollen: Wie aktuell sind die Informationen – insbesondere, was die Kader anbetrifft? Ist Mario Gomez etwa laut dem Magazin WM-Fahrer? Oder wurde mit der Veröffentlichung wenigstens bis zur Verkündung des 30er-Kaders gewartet?

– Infos + Analyse: Wie stark sind die Mantelteile, also die Artikel und Analysen abseits der reinen Team-Vorstellungen? Gibt es journalistische Qualität? Oder Altbekanntes mit Plattitüden? Und? Wie informativ sind die Statistikteile?

– Teams: Das Kernstück eines Sonderheftes sind die Vorstellungen der Mannschaften. Gibt es Mannschaftsfotos, Porträtfotos der Spieler, umfangreiche Infos und Statistiken zu den Kickern?

– Gimmicks: Welche Beilagen enthält das Sonderheft? Fanartikel? Poster? Oder gar nichts?

– Experten: Werden aktuelle Trainer und Spieler interviewt? Kommen ehemalige Stars und Coaches zu Wort? Und wenn ja, lohnt das Lesen auch?

Land & Leute: Bei einer WM ist es auch immer interessant, etwas über das Austragungsland zu lernen. Was erfährt der Leser über Brasilien? Werden auch die Proteste aufgegriffen?

– Preis/Leistung: Der Gesamteindruck kombiniert mit dem Preis: Ist das Sonderheft sein Geld wert? Oder viel zu teuer, für das, was es bietet?

Die drei ersten Kategorien (Aktualität, Infos und Analyse, Teams) erachten wir als besonders wichtig, daher werden die hier erhaltenen Punkte für die Gesamtwertung verdoppelt. Insgesamt ergibt sich somit eine maximal zu erreichende Punktzahl von 100.

Im ersten Teil unseres großen Tests nehmen wir die Sonderhefte von FourFourTwo, Mega Sport, Sport Bild, Total Sport und transfermarkt unter die Lupe, in Teil 2 folgen dann noch 11 Freunde, Bravo Sport, der Countdown zur WM 2014, Fußball Live, kicker und der „offizielle Turnierleitfaden“. Los geht’s:

FourFourTwoFourFourTwo WM-Special
Verlag: haymarket / Köln.Sport Verlag
Chefredakteur: –
Erschienen am: 9. Mai 2014
Preis: 3,90 Euro
Umfang: 108 Seiten

Eine interessante Kombination: Der Köln.Sport Verlag, der „Das Stadt-Sport-Magazin“ Köln.Sport heraus gibt, bringt die britische Marke FourFourTwo für die WM nach Deutschland. Offenbar mit einem Mix aus britischen und eigens für das deutsche Heft produzierten Inhalten.

Aktualität:
Das Heft erschien schon am 9. Mai. Die offiziellen vorläufigen 30er-Kader der 32 Teams konnten also nicht berücksichtigt werden. Stattdessen werden die mutmaßlichen WM-Fahrer aufgeführt. Folge: Für Deutschland nehmen Leute wie Rene Adler, Mario Gomez und Max Kruse an der WM teil. Nicht ganz vermeidbar, wenn ein solches Heft nicht erst kurz vor dem WM-Start auf den Markt kommen will, sind Pannen wie die Vorstellung von US-Kicker Landon Donovan als der Spieler, auf dem die US-Hoffnungen ruhen. Problem: Klinsmann nimmt ihn nicht mit zur WM, auch wenn er noch im 30er-Kader stand. In Sachen Aktualität also nur 4 von 10 Punkten.

Info und Analyse:
Hier ergibt sich beim Lesen ein etwas zwiespältiger Eindruck. Auf der einen Seite gibt es wirklich interessante Ideen, wie zum Beispiel die Doppelseite“Mit FFT zum Taktik-Guru“, auf der die Grundprinzipien der Fußball-Taktiken 4-4-2, 4-3-3, 4-2-3-1, sowie 3-5-2/3-4-3 erklärt werden – nicht nur für Laien sehr lesenswert. Auf der anderen Seite sind Artikel wie der 5-Seite über die deutsche Mannschaft („Goldene Generation?!) zu belanglos. Richtig ärgerlich ist hingegen die (Schleich-)Werbung für Nike. Der Sportartikel-Hersteller hat diverse Seiten mit Anzeigen in FourFourTwo geschaltet, dazu ein Advertorial „Das trägt England bei der WM“. Dass zusätzlich noch auf einer redaktionellen Seite zu Innovationen bei der WM Nike-Produkte extrem prominent im Vordergrund stehen, ist unschön. Und warum Nike-Aushängeschild Mario Götze auf dem Cover zwar ein Trikot in deutschen Farben – aber mit Nike-Logo – trägt, brauchen wir wohl nicht mehr zu fragen. Solche Fragwürdigkeiten trüben den Eindruck, daher auch hier nur 5 von 10 Punkten.

Teams:
Die 32 Teilnehmer werden in der zweiten Hälfte des Magazins vorgestellt. Die (nicht aktuellen) Kader sind dabei ganz am Ende aufgeführt – nicht auf den eigentlichen Seiten der Teams. Diese sind ausgesprochen gelungen. Auf jeweils 1 bis 2 Seiten (Top-Teams) werden die 32 Teilnehmer vorgestellt und in den Rubriken „Das sagt der Stammtisch“, „Zu Recht?“, „Der Masterplan“, „Das ist stark!“, „Das ist schwach!“, „Stand jetzt!“, „Was bedeutet:“ und „Er soll’s richten!“ kompakt, aber lesenswert zusammengefasst. Hier erfährt der Leser in kurzer Zeit alles Wichtige über Taktik, Spieler, Trainer und Chancen. Gelungen, daher 7 von 10 Punkten.

Gimmick:
Keins. 0 von 10 Punkten.

Experten:
Interviews nehmen einen großen Teil des Heftes ein. Hulk, Sergio Aguero. Xherdan Shaqiri, Mario Götze – vor allem Spieler kommen zu Wort. Die Qualität der Fragen ist dabei sehr unterschiedlich, wirklich lesenswert ist das Interview mit Michael Ballack, in dem alle wunden Punkte in der Karriere des Ex-Spieler noch einmal angesprochen werden: Verletzungs-Aus vor der WM 2010, Verlust der Kapitänsbinde, lein Abschiedsspiel, etc. Auch im Mannschaftsteil gibt es kurze Interviews mit Spielern – u.a. David Luiz und Marco Reus. Wegen der Fülle an Original-Stimmen auch hier 7 von 10 Punkten.

Land & Leute:
Wenig. Zwar wird der Leser von einem Text vom brasilianischen Ex-Weltstar Ronaldo empfangen, der sich liest, als arbeite Ronaldo inzwischen als Reiseführer, den er sicher auch nicht selbst geschrieben hat, doch abseits von diesem Stück erfährt der FourFourTwo-Leser wenig über Brasilien. Einzig auf der Doppelseite „Städte und Stadien“ gibt es noch Mini-Reisetipps für Fußball-Touristen. 3 von 10 Punkten.

Preis/Leistung:
Das Heft enthält durchaus ein paar Highlights: die kleine Taktik-Schulung, die kompakten Einschätzungen zu den 32 Teams. 3,90 Euro sind zudem kein allzu hoher Preis. Als einziger Begleiter zur WM eignet sich das Heft zwar mangels Aktualität, Umfang, etc. nicht, als ergänzendes Zweitheft aber durchaus. 6 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 48 von 100 Punkten.

MegaSportMega Sport Spezial: WM 2014
Verlag: Bromleigh House Ltd.
Chefredakteur: –
Erschienen am: 20. Mai 2014
Preis: 3,90 Euro
Umfang: 68 Seiten

Aktualität:
Zwar erschien das Heft 14 Tage nach FourFourTwo, doch in Sachen Aktualität hat das nicht geholfen. Man hat es sich im Gegenteil sehr sehr leicht gemacht und führt zu allen 32 Ländern gigantische Kader auf – bei Deutschland z.B. einen mit 42 Spielern – u.a. auch mit Aaron Hunt, Nicolai Müller und Dennis Aogo. Andere, die nun tatsächlich dabei sind wie Erik Durm fehlen trotzdem. 3 von 10 Punkten.

Info und Analyse:
Gibt es nicht. Das Heft besteht ausschließlich aus der Vorstellung der 32 Teams – ein Manteilteil mit Analysen, Statistiken, Interviews und anderen Infos existiert nicht. 0 von 10 Punkten.

Teams:
Tja. Was sollen wir sagen? Das britische Heft – die Texte hat der Verlag kostengünstig und ohne eigene Redaktion von der Agentur Press Association übernommen – ist so lieblos, dass uns beinahe die Worte fehlen. Aufgeblasene 40-Mann-Kader, damit möglichst kein Spieler fehlt, ein paar Standard-Statistik-Krümel und dazu Texte, die sich manchmal so lesen, als hätte sie Google Translate übersetzt: „Der frühere deutsche Assistent Joachim Löw ist zu einem der angesehensten Fußballtrainern weltweit geworden, seit er Jürgen Klinsmann nach der Weltmeisterschaft 2006 nachfolgte und daraufhin eine der erfolgreichsten Ären des Landes überwacht.“ Noch Fragen? 2 von 10 Punkten.

Gimmick:
Ein WM-Spielplan als Poster zum Selbst-Eintragen der Ergebnisse. Praktisch. 6 von 10 Punkten.

Experten:
Fehlanzeige. 0 von 10 Punkten.

Land & Leute:
Ebenfalls nichts. 0 von 10 Punkten.

Preis/Leistung:
Uns fällt wirklich kein Grund ein, warum man dieses Heft kaufen sollte. 3,90 Euro sind es auf keinen Fall wert, einzig das Spielplan-Poster ist gelungen. Aber sowas gibt es auch in anderen, besseren Heften. Die Texte sind peinlich, das Heft ein Billigst-Produkt und Papierverschwendung. 1 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 17 von 100 Punkten.

SportBildSport Bild Sonderheft WM 2014
Verlag: Axel Springer
Chefredakteur: Alfred Draxler
Erschienen am: 16. Mai 2014
Preis: 4,90 Euro
Umfang: 244 Seiten

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Aktualität:
Der Redaktionsschluss des Sport-Bild-Sonderheftes war am 11. Mai, also nach der Verkündung der 30er-Kader. Damit sind unter den deutschen Spielern, die im Sonderheft besonders ausführlich vorgestellt werden, keine Leute wie Adler und Gomez vertreten und es fehlt einzig Christoph Kramer, der ja erst später nominiert wurde. In Sachen Aktualität daher 7 von 10 Punkten.

Info und Analyse:
Das Sport-Bild-Sonderheft ist sehr Deutschland-fixiert. Allein auf 37 Seiten netto dreht sich alles um die deutschen Spieler. Wer also möglichst viel über das deutsche Team wissen will, ist hier richtig. Der Stil der Artikel ist dabei typisch Sport Bild – boulevardesk, zugespitzt: „Es zählt nur der Titel – Joachim Löw steht unter Druck. Das Turnier entscheidet über seine Zukunft“. Eine nette Idee ist die Doppelseite mit allen 18 WM-Trikots der deutschen Mannschaft. Praktisch sind die zwei Seiten mit dem kompletten Regelwerk, bei dem alles um Punktegleichheit, Gelb-Sperren, etc. erläutert wird. Auch die Übersicht, welcher Sender wann was zur WM zeigt, ist lobenswert. Statistik-Junkies kommen am Ende des Heftes auf ihre Kosten: Alle Ergebnisse aller WMs seit 1930, dazu die „ewige WM-Tabelle, in der Brasilien vor Deutschland führt und El Salvador mit 0 Punkten und 1:22 Toren Letzter ist. Insgesamt ein rundes, aber eben etwas zu Deutschland-fixiertes Paket 8 von 10 Punkten.

Teams:
Das fette Herzstück des Heftes. Alle Teams von Brasilien bis Iran werden auf vier Seiten vorgestellt, die drei deutschen Gruppen-Gegner sogar auf sechs. Die Struktur der vier Seiten ist dabei immer identisch: Eine Doppelseite mit einer journalistischen Analyse der Mannschaft, auf der zweiten Doppelseite eine Experten-Meinung, der Kader, die potenzielle Startelf, der „Weg zur WM“ und ein paar weitere Info-Schnipsel. Das alles ist sehr vorhersehbar und überraschungsfrei. Außerdem schade: Es gibt nur ein kleines Mannschaftsfoto und keine Porträtbilder der Spieler wie beispielsweise in Bundesliga-Heften. Auch kann die Sport Bild nicht mit den zugespitzten, lesenswerten Team-Analysen von FourFourTwo mithalten. 6 von 10 Punkten.

Gimmick:
Das obligatorische Poster mit einem Spielplan zum Eintragen aller Ergebnisse der WM. Außerdem als sehr schöne Idee: ein 12-Seiten-Extra zum Verwalten eines Tippspiels mit bis zu vier Mitspielern. 7 von 10 Punkten.

Experten:
Hier bietet die Sport Bild einiges auf: Es gibt Interviews mit Philipp Lahm, Miro Klose, den deutschen Gegnern Hugo Almeida, Kevin Prince Boateng und Jürgen Klinsmann. Die drei Weltmeister Horst Eckel, Wolfgang Overath und Jürgen Kohler schreiben, wie die WM ihrer Meinung nach ausgeht und bei allen Team-Vorstellungen schätzt ein Experte die Chancen ein, u.a. Jorginho, Winfried Schäfer, Erik Meijer und Tony Woodock. 7 von 10 Punkten.

Land & Leute:
Enttäuschend: Trotz des Umfangs von 244 Seiten erfährt der Leser nichts über Brasilien, was über den Fußball hinaus geht. 0 von 10 Punkten.

Preis/Leistung:
Das Sport-Bild-Heft ist ein solides Werk, relativ aktuell, mit einigen netten Ideen, aber insgesamt zu überraschungsfrei. Für den Preis von 4,90 Euro kann man bei 244 Seiten dennoch nicht viel falsch machen. 7 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 63 von 100 Punkten.

TotalSportTotal Sport! WM 2014
Verlag: Bromleigh House Ltd.
Chefredakteur: –
Erschienen am: 6. Mai 2014
Preis: 4,90 Euro
Umfang: 164 Seiten

Aktualität:
Noch eine Publikation aus dem Haus Bromleigh House. Wie Mega Sport setzt auch Total Sport darauf, möglichst viele potenzielle WM-Spieler in den Kadern aufzulisten und umgeht damit den Aktualitätsfaktor. Welcher der 40 und mehr Spieler dann tatsächlich dabei ist, muss der Leser sich selbst zusammen suchen. 3 von 10 Punkten.

Info und Analyse:
Immerhin: Im Gegensatz zu Mega Sport gibt es in Total Sport ein paar mehr Texte. „Die jungen Stars der Weltmeisterschaft“ werden vorgestellt, es wird an „Die schönsten Tore der WM-Geschichte“ erinnert und die Geschichte der gestohlenen ursprünglichen WM-Trophäe erzählt. Leider sind die Texte der Agentur Press Association erneut etwas sperrig übersetzt worden: „… aber wenn Scolari seinen Zauber über dieses aufregende Pool von Talenten wirken kann, …“ 3 von 10 Punkten.

Teams:
Ähnelt dem Mannschaftsteil von Mega Sport: aufgeblasene 40-Mann-Kader, damit möglichst kein Spieler fehlt, ein paar Standard-Statistik-Krümel und dazu übersetzte Agentur-Texte. Gegenüber Mega Sport gibt es hier auch noch ein Textchen über jeweils einen „Starspieler“ und einen „beachtenswerten“ Kicker. Im Fall von Deutschland ist das übrigens Julian Draxler, der bei der WM wohl kaum eine Einsatzchance hat. 3 von 10 Punkten.

Gimmick:
Ein Poster mit dem Spielplan zum Selbsteintragen auf der einen Seite und einem Foto der deutschen Elf, das offenbar per Zufallsgenerator ausgewählt wurde. Denn warum finden sich auf einem Poster zur WM Leute wie Heiko Westermann, die Bender-Brüder, Max Kruse und Marcel Schmelzer – 5 von 11 Spielern also, die gar nicht dabei sind? Für den Spielplan dennoch 5 von 10 Punkten.

Experten:
Keine. 0 von 10 Punkten.

Land & Leute:
Nichts. 0 von 10 Punkten.

Preis/Leistung:
Wie bei Mega Sport müssen wir auch hier vom Kauf abraten. Das DIN-A5-Heft ist sogar noch 1 Euro teurer, die zusätzlichen Inhalte sind das aber nicht wert. 1 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 24 von 100 Punkten.

transfermarkttransfermarkt WM-Heft
Verlag: Transfermarkt
Chefredakteur: Tobias Holtkamp
Erschienen am: 23. April 2014
Preis: 4,90 Euro
Umfang: 256 Seiten

Aktualität:
Während die Print-Ableger der populären Website bei der Bundesliga immer am spätesten erscheinen und daher alle Transfers und aktuellen Kader präsentieren können, erschien das WM-Heft schon im April, ist daher sehr inaktuell. Unter den 30 Spielern, die in den Kadern aufgelistet sind, finden sich die so zahlreiche Namen, die den brasilianischen Boden nicht betreten werden. Im deutschen Kader z.B. die Spieler Lasogga, Kruse, Gomez, ter Stegen und Hahn. 4 von 10 Punkten.

Info und Analyse:
Wie immer punktet das Transfermarkt-Heft vor allem mit vielen Zahlen und Statistiken. So werden die deutschen Spieler auf jeweils einer Doppelseite präsentiert: mit der Langzeit-Entwicklung des Marktwertes, einer Transferhistorie und einem begleitenden Text. Am Ende des Heftes werden wie bei der Sport Bild sämtliche WM-Ergebnisse seit 1934 aufgelistet, dazu die ewige Tabelle – allerdings nur die Top 25. Im Gegensatz zur Konkurrenz zeigt Transfermarkt auf einer Doppelseite auch die WM-Schiedrichter. Für den Mantelteil insgesamt  6 von 10 Punkten.

Teams:
Die acht WM-Gruppen werden auf jeweils 18 Seiten präsentiert: vier pro Team und dazu eine Doppelseite mit Infos zur Gruppe. Vor allem diese Doppelseite ist eine gute Idee: Wo und wann wird gespielt, wo wohnen die vier Teams der Gruppe, wie sieht die bisherige Bilanz der Gruppengener aus, welchen Weltranglisten-Platz nehmen sie ein und welchen Marktwert haben sie? Auf den Team-Seiten werden dann in einem Text die WM-Chancen der Mannschaft beschrieben, der – wie oben erwähnt inaktuelle – Kader wird gezeigt, die potenzielle Start-Elf, der Trainer und ein Star. 7 von 10 Punkten.

Gimmick:
Keins. 0 von 10 Punkten.

Experten:
Ein Interview mit Lukas Podolski. Ansonsten kommt bei den Vorstellungen der 32 Teams jeweils ein Fan aus der Transfermarkt.de-Nutzerschaft zu Wort. Das ist durchaus lesenswert und setzt sich von den Plattitüden prominenter Experten ab. 5 von 10 Punkten.

Land & Leute:
Nichts. 0 von 10 Punkten.

Preis/Leistung:
Für Fußball-Statistik-Fans ist das Transfermarkt-Heft ein Muss. Interessierte Laien werden es zu zahlenlastig und dröge finden. Schade ist der frühe Erscheinungstermin im April, der dafür sorgt, dass viele Spieler aus dem Heft gar nicht an der WM teilnehmen. Für 4,90 Euro eine gute Ergänzung zu den „großen“ WM-Heften mit einigen guten Ideen. 7 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 46 von 100 Punkten.

Der Zwischenstand des großen WM-Sonderheft-Tests nach Tag 1 sieht also so aus:

1. Sport Bild (63 Punkte)
2. FourFourTwo (48)
3. Transfermarkt (46)
4. Total Sport (24)
5. Mega Sport (15)

In Teil 2 klären wir dann u.a. die Fragen, ob der kicker Platz 1 angreifen kann, ob 11 Freunde mit dem wie immer sehr eigenen Ansatz oben mitspielen kann und was der „offizielle Turnierleitfaden“ kann. Ebenfalls mit dabei: Bravo Sport, Fußball live und Countdown zur WM 2014.

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