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Nach „Tagesschau“-Relaunch: „RTL aktuell“ macht sich frisch

RTL Aktuell-Anchor Peter Kloeppel
RTL Aktuell-Anchor Peter Kloeppel

Knapp zwei Monate nachdem die "Tagesschau" zum ersten Mal aus ihrem neuen Studio on Air gegangen ist, überarbeitet nach MEEDIA-Informationen auch Privat-Konkurrent RTL den Look seiner Hauptnachrichtensendung "RTL aktuell". Das hat der Sender auf Nachfrage bestätigt. Dabei haben sich die Kölner von den öffentlich-rechtlichen Kollegen offensichtlich sogar inspirieren lassen.

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Keine vier Jahre ist es her, dass RTL die Sendungen seiner Produktionstochter Infonetwork in ein gemeinsames TV-Studio verlegt hat. Beim damaligen Umzug in die alten Messehallen nach Köln Deutz hat die Technik-Tochter Cologne Broadcasting Center (CBC) ein komplett neues, multifunktionales Studio eingerichtet und allen dort produzierten Formaten ein neues Erscheinungsbild verpasst. Nun, dreieinhalb Jahre nach Inbetriebnahme, bekommt „RTL aktuell“ erneut ein neues Erscheinungsbild. Nachdem die ARD Mitte April ihr hochmodernes „Tagesschau“-Studio in Betrieb genommen hat, zieht RTL nun nach. Derzeit überarbeiten Techniker den Arbeitsplatz der Hauptmoderatoren Peter Kloeppel und Ulrike von der Groeben.

Ab kommenden Dienstag wird „RTL aktuell“ dann im neuen Look auf Sendung gehen. Derzeit befindet sich das Team derzeit noch in Testphasen, in der einzelne Kameraführungen geprobt werden. Beim neuen Screen, also dem Hintergrund, der während der Sendung auf die so genannte Green Box gelegt wird, haben sich die Macher offenbar von der neuen „Tagesschau“ inspirieren lassen. Zukünftig werden die News-Moderatoren bei RTL ebenfalls mehr Spielraum bekommen und sollen weitere Teile des rund 400 Quadratmeter großen Studios nutzen können. Dazu wird das Studio wie bei der ARD auch optisch erweitert und mit Panorama-Motiven bespielt. So kann die Regie beispielsweise komplette Skylines von Städten auf den Hintergrund projizieren. Auch der Einsatz von 3-D-Animationen ist geplant.

„Bei der Einblendung von sogenannten ‚Pictos‘, also optischen Elementen, die die Aussage der Anmoderationen unterstützen, heben wir jetzt das wiederkehrende Signum der Sendung stärker hervor. Hinter den Pictos haben wir Trägerflächen eingebaut, die teilweise einen eigenen, themenbezogenen Hintergrund darstellen oder sich deutlicher vom dahinterliegenden Panorama absetzen. Wir werden öfter totalere Kamera-Einstellungen einsetzen, wenn wir Bildelemente haben, die sich als Unterstützung der Anmoderationen eignen“, erklärt RTL-Sprecher Christian Körner gegenüber MEEDIA. 

Studioeinrichtung und Intro bleiben dieselben

Die wesentlichen Änderungen betreffen das Layout der Hauptnachrichten. „RTL aktuell“ präsentiert sich weiterhin in seriösem Blau. Das Logo zwischen den beiden Moderatoren zu Beginn der Sendung wird mit den „RTL aktuell“-typischen Rundungen, die sich im Tisch- und Boden-Design wiederfinden, aufgefrischt. Personelle Änderungen sind nach MEEDIA-Informationen nicht geplant. Auch das Intro, bei dem der Zuschauer im Google-Earth-Look durch Europa, über Rom und München direkt ins RTL-Studio in Köln fliegt, bleibt unverändert erhalten.

https://www.youtube.com/watch?v=_Pk_DPGmjaA

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Die Überarbeitung der Kulisse kann als Reaktion auf das vor kurzem gestartete und generalüberholte Nachrichtenstudio von ARD aktuell gesehen werden . Seit April sendet unter anderem der Hauptkonkurrent „Tagesschau“ aus neuen vier Wänden. Highlight dabei: die rund 18 Meter lange und gebogene Medienwand, die mit Panoramabildern, Fotos, Videos und Schrifteinblendungen bespielt werden kann. Im neuen Nachrichtenstudio der ARD stehen die Moderatoren in der Kulisse und nicht mehr – wie bei allen anderen Konkurrenten – in grünen Boxen. Diese hingegen ermöglichen Sendern wie RTL oder auch dem ZDF in einem Studio mehrere völlig unterschiedliche Kulissen darzustellen. 

https://www.youtube.com/watch?v=cdb1T3H9oXY

https://www.youtube.com/watch?v=PBwR-ffKzQ4

„Die Auffrischung des Studios ist Teil eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses unserer Nachrichtensendungen, der auch immer eine optische Komponente hat. Diese optische Auffrischung ist setzt die bereits vorhandene Formen- und Farbensprache unserer Nachrichtensendungen fort. Im Vordergrund steht die bessere Verbindung zwischen Bild und Text durch eine noch klarere Optik“, ergänzt Körner. 

Nicht ganz unerheblich für die Auffrischung dürfte die sinkende Quote sein. Im vergangenen Jahr musste die „RTL aktuell“ Redaktion mit durchschnittlich 3,46 Mio. Zuschauern im Gesamtpublikum ein neues 20-Jahrestief verbuchen. Zwar hat auch der direkte Konkurrent ZDF „heute“ mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen. Die eine Stunde später laufende „Tagesschau“ aber hält sich seit Jahren stabil. Die Spätausgaben „heute journal“ und „Tagesthemen“ weisen sogar leichte Aufwärtstendenz auf.

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