Investigative Recherchen: Hamburger Abendblatt und NDR kooperieren

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Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider: Kooperation mit NDR

Publishing Was die Süddeutsche Zeitung vorgemacht hat, plant nun auch das Hamburger Abendblatt - eine Kooperation mit dem NDR. Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider bestätigte eine entsprechende Information von MEEDIA. Vor allem mit dem Hörfunksender NDR 90,3 wollen die Blattmacher bei "großen, investigativen Projekten" zusammenarbeiten.

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Mit mehr Leuten für Recherchen seien die Chancen größer, bessere investigative Geschichten zu bringen, sagte Chefredakteur Haider auf Nachfrage. Die Zeitung, die seit Mai zur Funke Mediengruppe gehört, hatte beispielsweise mit einem Elbphilharmonie-Dossier Erfahrungen mit großangelegten Recherchen gesammelt. Für die Storys um den Pannen-Bau wurden Journalisten von der Tagesarbeit freigestellt.

Zwei konkrete Rechercheprojekte stehen demnach bereits fest, es gehe um Infrastruktur und Bildung. Verantwortlich bei NDR 90,3 ist Programmchefin Sabine Rossbach. Eine Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Sendern könne Signalcharakter für Regionalzeitungen der Funke-Gruppe haben, heißt es in Essen. Eine Zusammenarbeit zwischen WAZ und WDR ergäbe in der Tat Sinn, wenn beide Seiten auf einer Linie liegen.

Zwischen Zeitungsverlegern und den Öffentlich-Rechtlichen gab und gibt es immer wieder mal Reibereien. Größere Verwerfungen verursachte der Streit um die Tagesschau-App.

Vorbild für die Zusammenarbeit ist die Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung, NDR und neuerdings auch dem WDR unter Leitung von Ex-Spiegel-Chef Georg Mascolo. Ein Großprojekt ist beispielsweise der „Geheime Krieg“ – Recherchen über den Krieg gegen den Terror.

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